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mrsteven
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 4:04 pm    Post subject: Reply with quote

Zum Thema Fragmentierung noch eine Kleinigkeit: Es ist ja bei den meisten Unix-/Linuxprogrammen so, dass diese ziemlich viele kleinere Dateien installieren. Diese können ja theoretisch auf der Platte ziemlich weit auseinander liegen, der Kernel weiß ja nicht, welches Programm welche Dateien benutzt. Das heißt, dass auch bei wenig fragmentierten Dateien der Festplattenkopf ziemlich viel hin und her springen muss, weil die kleinen Dateien eben alle erst mal einzeln geladen werden müssen.
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 5:03 pm    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
Klaus Meier wrote:
Zwei Dinge dazu. Ob ein FS fragmentiert oder nicht ist scheiß egal. Ich habe festgestellt, dass das Arbeiten wesentlich schneller geht, wenn man es einmal alle 6 Monate umkopiert.

Ich vermute, der Effekt, der sich da bei Dir hauptsächlich bemerkbar gemacht hat, ist das Directory Hashing. Von ext4 auf ext4 wird Dir das dann in 6 Monaten keinen Vorteil mehr verschaffen. Bei btfrs schon gleich gar nicht.

Dieses Thema hatten wir ja schon mal. Entschuldige meine Frage, aber was genau ist jetzt Directory Hashing? Ich denke, es gibt dabei drei Punkte.

Punkt eins: Fragmentierung: Wird religiös diskutiert, bringt eher Null, warum, dazu später.

Punkt zwei: Verhalten beim Löschen von Dateien. War bei ext3 so, alter Eintrag wurde gelöscht, aber nicht überschrieben. Neue Datei, neuer Eintrag. Also ein Ordner, in dem jeden Tag 100 Dateien gelöscht werden und 100 hinzugefügt werden hat ganz schnell mal 100 000 Einträge. Das dies nicht gerade förderlich ist, ist wohl klar. Dies kann man aber durch fsck -fD beheben. Mache ich so einmal die Woche. Ist es das, auf was sich das Hashing bezieht? Vielleicht erinnert sich noch jemand an einen alten Beitrag von mir, war ja recht heftig wegen: "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger...." wo ich der Meinung war, dass ext4 deutlich schneller als ext3 ist, bis ich dann festgestellt habe, dass ich mein ext3 mit besagten fsck -fD auf das gleiche Niveau heben konnte.

Punkt drei: Und ich denke das, ist der wichtigste, weil er weder durch fsck noch durch defragmentieren bearbeitet werden kann. Ich starte ein Programm. Und das liest dann Dateien aus .kde4/share/config. Diese Dateien sind nicht fragmentiert und das Directory ist auch auf der Höhe. Aber trotzdem können sie vollständig über die ganze Platte verteilt sein. Kommen sie zusammen, wenn ich diesen Ordner umkopiere? Eher nicht, da wo gerade frei ist wird hingeschrieben. Wenn ich aber eine komplett freie Partition habe, dann wird durch das rekursive kopieren alles direkt zusammen geschrieben.

Sollte da durch ext4 einiges besser geworden sein als bei ext3 und meine Ausführungen damit nicht so ganz auf der Höhe, dann bitte ich das zu entschuldigen.

Bei den alten Griechen gab es mal so einen Satz: Was die Natur deinem Geist nicht offenbart, das zwingst du ihr auch nicht mit Hebeln und Schrauben ab. Daran erinnert mich das ganze manchmal. Statt 30 Minuten probieren wird drei Tage diskutiert.... Also jetzt kein Vorwurf gegen direkt anwesende, aber hier schrieb doch gerade jemand, wie man auf ihn reagiert hat, als er das Wort "Fragmentieren" in den Mund genommen hat.


Last edited by Klaus Meier on Fri Feb 26, 2010 5:09 pm; edited 1 time in total
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 5:06 pm    Post subject: Reply with quote

mrsteven wrote:
Zum Thema Fragmentierung noch eine Kleinigkeit: Es ist ja bei den meisten Unix-/Linuxprogrammen so, dass diese ziemlich viele kleinere Dateien installieren. Diese können ja theoretisch auf der Platte ziemlich weit auseinander liegen, der Kernel weiß ja nicht, welches Programm welche Dateien benutzt. Das heißt, dass auch bei wenig fragmentierten Dateien der Festplattenkopf ziemlich viel hin und her springen muss, weil die kleinen Dateien eben alle erst mal einzeln geladen werden müssen.
Hast wohl das gleiche gedacht wie ich, während ich geschrieben habe....
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toralf
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Joined: 01 Feb 2004
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 6:58 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Dies kann man aber durch fsck -fD beheben.
Darf ich fragen, wie ? Bootest Du dazu von CD oder kann man diesen Parameter einem reboot "mitgeben" ? Anbei meinst Du "fsck.ext3fs -fD", oder ?
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Klaus Meier
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 7:17 pm    Post subject: Reply with quote

toralf wrote:
Klaus Meier wrote:
Dies kann man aber durch fsck -fD beheben.
Darf ich fragen, wie ? Bootest Du dazu von CD oder kann man diesen Parameter einem reboot "mitgeben" ? Anbei meinst Du "fsck.ext3fs -fD", oder ?

Ich habe zweimal Gentoo auf meiner Platte. Kann da eins booten um dann das andere zu bearbeiten. Bin halt ein Bastler, da ist das schon eine sichere Sache. Aber normal musst du das von einer InstallationsCD oder einer RescueCD machen. Bin da zur Zeit mit der SystemRescueCd am glücklichsten, kannst du dir auf einen USB Stick packen, recht flexibel konfigurieren, das Teil baseirt auf Gentoo, und ist so aufgebaut, dass du dir da auch einen KDE Desktop zubauen kannst, wenn du willst.

http://www.sysresccd.org/Main_Page

fsck reicht, was für ein FS das ist, findet es alleine raus. Ansonsten kenne ich shutdown -F, aber ob man da ein D anhängen kann? Steht jedenfalls nicht in der Doku. Werde ich aber bei Gelegenheit mal austesten.
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toralf
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Joined: 01 Feb 2004
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PostPosted: Fri Feb 26, 2010 7:39 pm    Post subject: Reply with quote

Ok, danke. Ich probier's mal mit GRML auf einem Stick.
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mv
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PostPosted: Mon Mar 01, 2010 6:47 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Entschuldige meine Frage, aber was genau ist jetzt Directory Hashing?

Ohne Directory Hashing stehen die Dateien in irgendeiner Reihenfolge (meist in der Reihenfolge, in der sie erzeugt wurden) hintereinander im Directory. Möchte man also Datei "z" öffnen und ist diese Datei zufälligerweise die letzte Datei im Directory, so müssen vorher trotzdem alle 27346 Directory einträge gelesen und auf den Namen "z" überprüft werden. Mit Directory-Hashing wird diese lineare Laufzeit durch (zumindest in gewissem Sinne) konstante Laufzeit ersetzt - auf Kosten von Plattenplatz. Die Reihenfolge, in der die Dateien geschrieben werden spielt diesbezüglich keine Rolle mehr.
Quote:
Fragmentierung: Wird religiös diskutiert, bringt eher Null, warum, dazu später.

Reiser4 soll sich bzgl. Fragmentierung bei längerer Nutzung extrem ungünstig verhalten. Ob dies allerdings den Tatsachen entspricht oder nur aus "ideologischen" Gründen behauptet wurde, weiß ich nicht.
Quote:
Punkt drei: Und ich denke das, ist der wichtigste, weil er weder durch fsck noch durch defragmentieren bearbeitet werden kann. Ich starte ein Programm. Und das liest dann Dateien aus .kde4/share/config. Diese Dateien sind nicht fragmentiert und das Directory ist auch auf der Höhe. Aber trotzdem können sie vollständig über die ganze Platte verteilt sein. Kommen sie zusammen, wenn ich diesen Ordner umkopiere? Eher nicht, da wo gerade frei ist wird hingeschrieben. Wenn ich aber eine komplett freie Partition habe, dann wird durch das rekursive kopieren alles direkt zusammen geschrieben.

Hier liegst Du vollkommen falsch und zwar gleich aus mehreren Gründen:

Erstens ist es in den seltensten Fällen so, dass Daten, die hintereinander benötigt werden typischerweise "nahe" im Directory-Baum stehen. Das Beispiel .kde/share/config ist hier eine seltene Ausnahme; typischer ist: Es wird etwas aus /usr/bin aus /usr/lib aus /usr/share und aus /home/user/.bla benötigt. Umkopieren bringt da gar nichts. Was man in dem Fall bräuchte wäre eine Statistik, in welcher Reihenfolge welche Dateien typischerweise gelesen werden und müsste dann das Dateisystem entsprechend umorganisieren. Ich glaube mich zu erinnern, dass so etwas in BTRFS oder Reiser4 geplant war; was daraus geworden ist, habe ich nicht weiter verfolgt.

Selbst das Beispiel .kde/share/config ist sehr schlecht, denn schon beim nächsten Herunterfahren von KDE werden alle diese Dateien neu geschrieben. Der Effekt für dieses Directory beim Umkopieren ist also quasi garantiert gleich null.

Drittens ist es auch nicht so, dass die Dateien, die hintereinander geschrieben werden auch tatsächlich hintereinander auf der Platte landen. Tatsächlich besteht ja in den meisten Dateisysteen die Strategie zur Vermeidung von Fragmentierungsanstieg darin, gerade große Lücken zwischen zeitnah geschriebenen Dateien zu lassen. In ext4 mag das vielleicht durch extents und delayed allocation etwas abgemildert werden, aber prinzipiell ist auch hier die Strategie die selbe.
Quote:
Bei den alten Griechen gab es mal so einen Satz: Was die Natur deinem Geist nicht offenbart, das zwingst du ihr auch nicht mit Hebeln und Schrauben ab. Daran erinnert mich das ganze manchmal. Statt 30 Minuten probieren wird drei Tage diskutiert...

Ich würde das Zitat gerade umgekehrt deuten: Man sollte nicht ziellos an irgendewelchen Schrauben drehen (und vielleicht mit Glück Erfolg haben), sondern mit dem Geist erfassen, was man tun will...
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Mon Mar 01, 2010 6:48 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Aber normal musst du das von einer InstallationsCD oder einer RescueCD machen.

Keineswegs: Mit openrc geht es so:
/etc/conf.d/fsck wrote:
fsck_args="-A -p -D"
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Klaus Meier
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PostPosted: Tue Mar 02, 2010 3:21 pm    Post subject: Reply with quote

@mv: fsck_args="-A -p -D" geht voll in die Hose. Ich habe es gesetzt und dann ein shutdown -F now gemacht. -D verändert die Partition immer und erzwingt einen Neustart. Ohne die Partition vorher als auber zu markieren. Ergebnis:Endlosschleife.
Konfigurationsdateien? Werden die jedes mal neu geschrieben, auch wenn sie nicht geändert werden? Alleine diese Tatsache wäre ja schon tödlich.

Aber jetzt noch mal zum eigentlichen Thema, Performance. Ich bin tatsächlich seit einiger Zeit bei KDE. 2 Kern CPU mit 2GB Speicher. gentoo-sources, voll auf Desktop optimiert. Was mir da aufgefallen ist. Der Start, bis der Desktop benutzbar ist, nach dem einloggen, ist ewig lang. Und wenn man dann noch Programme startet, dann schaut man erst mal ewig auf drehende Kreise. Erinnert schon irgendwie an Vista. Dann hängen manche Programme irgendwie, wenn sie minimiert in der Taskleiste sind. Muss man dreimal draufklicken oder nach dem ersten Klick warten, hab das noch nicht eingrenzen können, aber irgendwie klemmt da was. Bei 4.3 war das nicht so.

Aber irgendwie alles nicht konkret eingrenzbar. Zur Zeit läuft es wesentlich besser als noch vor einer Woche. keine Ahnung, warum.

Aber nun der Hammer: Ist das die "Desktopsuche"? Ich habe sie nicht abgestellt. Aber so ab und an rattert die Kiste los und ist für einige Zeit unbedienbar. Also keine Chance, da so etwas wie top oder Systemmonitor zu starten. slocate habe ich schon seit Ewigkeiten, das hat meine Kiste noch nie in die Knie gezwungen. Also seit 4.4 ist die Performance voll in den Keller gegangen.

Und dann noch ein Schmakerl.... Hab so per Zufall mal gesehen, was ich in .kde4 habe....
Code:
drwxr-xr-x 2 rmx rmx 4096 23. Feb 02:04 Autostart
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   21 23. Feb 13:03 cache-airwolf -> /var/tmp/kdecache-rmx
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   21 23. Feb 02:04 cache-sirwolf -> /var/tmp/kdecache-rmx
drwxr-xr-x 2 rmx rmx 4096 23. Feb 20:09 env
drwx------ 6 rmx rmx 4096 23. Feb 20:09 share
drwxr-xr-x 2 rmx rmx 4096 23. Feb 20:09 shutdown
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   16 23. Feb 13:03 socket-airwolf -> /tmp/ksocket-rmx
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   16 23. Feb 02:04 socket-sirwolf -> /tmp/ksocket-rmx
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   12 23. Feb 13:03 tmp-airwolf -> /tmp/kde-rmx
lrwxrwxrwx 1 rmx rmx   12 23. Feb 02:04 tmp-sirwolf -> /tmp/kde-rmx
Links mit absolut gleichem Namen, die auf das Gleiche zeigen doppelt? Wie geht das und was soll das?
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franzf
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Joined: 29 Mar 2005
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PostPosted: Tue Mar 02, 2010 3:28 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Links mit absolut gleichem Namen, die auf das Gleiche zeigen doppelt? Wie geht das und was soll das?

Ich seh dsa nix doppelt, muss an deinem Font liegen :P
Hast du irgendwann am 23.02. deinen hostname von sirwolf in airwolf geändert?
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Klaus Meier
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PostPosted: Tue Mar 02, 2010 6:07 pm    Post subject: Reply with quote

Ups, da muss man mal genau hinsehen.... Nö habe ich eigentlich nicht. Wo kommt das denn her? Vor allem, ich finde da auch nichts mit sirwolf.... na egal, mal wieder gepennt.
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Tue Mar 02, 2010 8:50 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
@mv: fsck_args="-A -p -D" geht voll in die Hose. Ich habe es gesetzt und dann ein shutdown -F now gemacht. -D verändert die Partition immer und erzwingt einen Neustart.

Bei mir funktioniert das bislang einwandfrei. Aber ich setze auch nie shutdown -F ein sondern übergebe statt dessen mit Grub den Kernel-Parameter "gentoo=forcefsck", falls ich mal ein fsck erzwingen will. Da der Kernel-Parameter nur einmalig übergeben wird, steht auf der Partition nicht, dass er gleich wieder überprüfen soll, und somit gerate ich nie in die Gefahr von solchen Loops. Möglicherweise hast Du das damals aber auch nur mit einer kaputten Version von openrc getestet: Ich habe in Erinnerung, dass in einer der letzten Versionen ein Bug bzgl. des Löschens der entsprechenden "Marker"-Datei (/tmp/forcefsck oder so ähnlich) gefixt wurde.
Quote:
Konfigurationsdateien? Werden die jedes mal neu geschrieben, auch wenn sie nicht geändert werden?

KDE schon (zumindest sehr viele). Das hat ja damals für die große Empörungswelle bzgl. ext4 gesorgt: Weil kde alle Dateien neu geschrieben hat, waren im Falle eines Crashs beim Herunterfahren dann alle Konfigurationsdateien weg.
Quote:
Aber irgendwie alles nicht konkret eingrenzbar. Zur Zeit läuft es wesentlich besser als noch vor einer Woche. keine Ahnung, warum.

Für Programmstarts kann es vielleicht nützen, LD_BIND_NOW=1 zu exportieren oder mit LDFLAGS="-Wl,-z,now" zu übersetzen (ich tue das ohnehin, weil es in Verbindung mit LDFLAGS="-Wl,-z,relro" vom Sicherheitsaspekt her sinnvoll ist); vorsicht aber: xorg und seine Treiber brauchen lazy linking! Ist -Wl,--as-needed inzwischen schon der Default? Ansonsten könnte auch das die Startzeit noch beschleunigen.
Ich weigere mich, mir KDE selbst genauer anzuschauen, aber es könnte sein, dass die Sachen in /var/tmp/kdecache-* irgendwelche Bäume enthalten, die vielleicht nich genug durchgeschüttelt wurden - möglicherweise kann das Löschen dieser Ordner die Sache beschleunigen (beim ersten Neustart geht es natürlich deutlich langsamer, weil da diese Dateien wieder erstellt werden müssen).
Quote:
Aber nun der Hammer: Ist das die "Desktopsuche"? Ich habe sie nicht abgestellt.

Du hast nicht USE=-semantik-desktop? Ja, das ist der sichere Untergang jedes effizienten Systems. [RANT] Der Hauptzweck von Nepomuk ist es, Rechenzeit und Plattenplatz in riesigen Mengen zu schlucken und ständig Kopien Deiner Daten für Einbrüche in den Webbrowser vorzuhalten. Aber dafür kannst Du es dann ca. einmal pro Quartal nutzen - mehr Bedarf hat man dafür meist nicht. [/RANT]
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Tue Mar 02, 2010 9:41 pm    Post subject: Reply with quote

Das mit dem shutdown -F habe ich gemacht, um es mal zu testen. Finde das Verhalten auch nicht in Ordnung Die Partition sollte vor dem Neustart als sauber gekennzeichnet werden. Die Gefahr bei dir ist, falls du mal ein defektes FS hast, dann kommst du aus der Schleife nicht mehr raus. Ansonsten nutze ich Testing und das ist aktuell. Also wenn es da einen Fehler gibt, was für mich so aussieht, dann wurde der noch nicht gefixt.

Ich habe USE=semantik-desktop. Wurde durch 4.4 dazu gezwungen, ist jetzt Pflicht.

Und mit dem ersten Programmstart, wo es so lange gedauert hat, eventuell ist mir da was mit den Variablen durcheinander gegangen, das mit airwolf und sirwolf... Keine Ahnung wo das herkommt, aber so um das Datum ist es mir nicht mehr so extrem langsam aufgefallen. Momentan geht es eigentlich. Bis auf dieser Komplettausfälle so ab und an mal. Hab das mal komplett gelöscht.

Und alle Konfigurationsdateien zu schreiben, auch wenn sich nichts geändert hat ist ja wohl ein absolutes Unding. Na dass dann die Performance in den Keller geht ist ja wohl normal.

Zur Zeit läuft gerade das Update auf 4.4.1. Dann mal weiter sehen. Edit: Es geht jetzt auch wieder ohne semantic-desktop.
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
Posts: 6295

PostPosted: Wed Mar 03, 2010 11:40 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Das mit dem shutdown -F habe ich gemacht, um es mal zu testen. Finde das Verhalten auch nicht in Ordnung Die Partition sollte vor dem Neustart als sauber gekennzeichnet werden.

Die Partition ist schon als sauber gekennzeichnet, aber die Existenz der Datei /forcefsck bewirkt halt auch bei einer sauberen Partition einen fsck - das ist ja gerade ihr Zweck. Diese Datei wird aber von openrc verwaltet, nicht von fsck. Deshalb meine ich ja, dass Du einem Bug von openrc aufsitzt. (Oder bootet fsck selbständig? Das wäre natürlich ein Bug in fsck.) Im Moment habe ich aber weder Lust noch Zeit, da herumzuprobieren.
Quote:
Die Gefahr bei dir ist, falls du mal ein defektes FS hast, dann kommst du aus der Schleife nicht mehr raus.

Wenn ein Filesystem so defekt ist, dass es sich nicht selbst reparieren kann, muss man sowieso mit "i" (interactive) bei openrc eingreifen und fsck von Hand aufrufen. Falls nicht einmal das möglich ist, ist ohnehin eine Rettungs-CD angesagt.
Quote:
Ich habe USE=semantik-desktop. Wurde durch 4.4 dazu gezwungen, ist jetzt Pflicht.

Bei mir hat Löschen von kmail (und statt dessen Installation von claws-mail) ausgereicht, ein brauchbares kde-4.4 (sprich: Ohne nepomuk, mysql, akonadi, strigi, soprano) zu haben: 2-3 überaufgeblasene Datenbankserver plus viel Frontend-Quatsch plus ein Haufen überflüssige Dämonen nur für das Speichern von ein paar Email-Adressen - nein danke. :evil:
Und da sich claws-mail auch deutlich besser konfigurieren lässt, und sich eher wie kmail-3.5 verhält statt kmail-4.* (mit dessen Oberfläche die Benutzer ohnehin Probleme hatten), hat der Wechsel sogar viel gebracht: Anders wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, claws-mail zu probieren.
Leider ist zu befürchten, dass einem mit kde-4.5 der Nepomuk-Quatsch mit noch anderen Sachen aufs Auge gedrückt wird; spätestens dann wird kde bei mir in der Tonne landen.
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Thu Mar 04, 2010 12:44 pm    Post subject: Reply with quote

So, nun habe ich den Totalzusammenbruch mal etwas analysieren können. Ich habe 2GB Speicher, von denen normalerweise so zwischen 600 MB und 1GB belegt sind. Nun habe ich eine Datei (800MB) mittels Dolphin von einer Partition auf eine andere verschoben. Ergebnis: Speicher voll und 1,4 GB Swapspeicher belegt. Damit ist ja auch klar, warum das System so losrattert. Nix Desktopsuche. Genaueres festzustellen war nicht möglich, während des Swappens geht ja nicht viel. Und hinterher hatte ich dreimal den Prozess kio_thumbnail als gößten Speicherfresser, zusammen über 300 MB Speicher.
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Josef.95
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Joined: 03 Sep 2007
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PostPosted: Thu Mar 04, 2010 2:24 pm    Post subject: Reply with quote

@klaus Meier
Dann schau mal ob dir https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-812042-start-0-postdays-0-postorder-asc-highlight-kiothumbnail.html
weiterhilft.
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
Posts: 2903
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PostPosted: Thu Mar 04, 2010 2:43 pm    Post subject: Reply with quote

Josef.95 wrote:
@klaus Meier
Dann schau mal ob dir https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-812042-start-0-postdays-0-postorder-asc-highlight-kiothumbnail.html
weiterhilft.

Hat wohl erst mal geholfen. Ich habe mplayerthumbsconfig auf mplayer umgestellt, jetzt habe ich 30% Speicherverbrauch weniger. Und es wird sogar eine Vorschau von Videodateien angezeigt. Mal sehen, ob das jetzt stabil durchläuft.
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franzf
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Joined: 29 Mar 2005
Posts: 4410

PostPosted: Thu Mar 04, 2010 2:56 pm    Post subject: Reply with quote

Der mplayerthumnailer hat bei mir eh noch nie richtig funktioniert.
Hab dann für mich den kffmpegthumbnailer entdeckt, der sofort funktioniert hat, schnell fertig war (auch in nem test-Dir mit richtig vielen Videos).
Ohne groß das System lahm zu legen.
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Thu Mar 04, 2010 7:04 pm    Post subject: Reply with quote

Also, mit dem mplayerthumbsconfig auf mplayer läuft meine Kiste (bis jetzt) wieder so, wie ich mir das vorstelle. Probleme mit den Vorschauen gibt es keine mehr. Ist ja beim Dolphin auf 100MB begrenzt, aber das interessiert wohl nur Phonon. Jetzt funktioiert die Vorschau von allen Dateien. Ich habe eine Ordneransicht auf dem Desktop, das hat vorher immer ewig gedauert, bis die Vorschau da, jetzt innerhalb kürzester Zeit. Aber immer noch zuerst ohne Vorschau.

Performance und Speicherverbrauch sind jetzt voll im grünen Bereich. Hab Firefox, Thunderbird und Kaffeine laufen, 480 MB. Gehört zwar nicht zu KDE, aber die r4 vom Firefox 3.6 scheint nur noch die Hälfte Speicher zu benötigen wie die erste Version.

So eine Einstellung macht aus einer lahmenden Gurke wieder einen geilen Rechner. Und der Bugreport dazu ist schon von Dezember, deshalb hab ich den nicht weiter beachtet.

Wie ich schon sagte, früher habe ich Larry gespielt, jetzt KDE. So nach drei Monaten habe ich es so weit, dass ich damit leben kann. Ich bereue nichts, aber man sollte es schon etwas DAU-Tauglicher machen. Hei, ich klicke wo drauf und es reagiert ohne Verzögerung.....
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