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qemu: Boot hängt bei "random: crng init done"
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l3u
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Joined: 26 Jan 2005
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PostPosted: Fri Oct 25, 2019 7:40 pm    Post subject: qemu: Boot hängt bei "random: crng init done" Reply with quote

Hallo allerseits!

Ich habe einen Alix 3D2 als kleinen Server laufen. Von dem ziehe ich immer mal ein Komplett-Backup. Jetzt wollte ich mal ausprobieren, ob ich (wenn das Ding mal ausfallen sollte) mit dem Backup das System – ersatz- bzw. übergangsweise – in einer virtuellen Maschine gebootet bekomme.

Dazu habe ich bisher das Backup in eine virutelle Festplatte kopiert, die dann gebootet, mit grml als Bootmedium. Dann gemountet, rein-ge-chrootet, dem Kernel das virtio-Zeugs beigebracht, /dev/sda1 auf /dev/vda1 geändert etc., und Grub installiert.

Das System bootet dann auch, aber es bleibt bei

Code:
random: crng init done


hängen. Ich hab auch lange gewartet, aber auch nach einer halben Stunde tut sich nichts. Ich hab zwar einiges dazu gefunden, aber da geht es eigentlich immer um systemd und Debian und einen Kernel-Bug. Auch "-device virtio-rng-pci" hinzuzufügen hat nichts geändert (incl. Support dafür im Kernel natürlich).

Hatte das einer von euch schon mal? Hilft da irgendwas? Ich mein, grml bootet doch auch?!
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mike155
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Joined: 17 Sep 2010
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Location: Frankfurt, Germany

PostPosted: Fri Oct 25, 2019 10:04 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
dem Kernel das virtio-Zeugs beigebracht, /dev/sda1 auf /dev/vda1 geändert

Kann man machen - und es spricht nichts dagegen. Es gibt aber zwei virtio disk Treiber: virtio-block (virtio-blk) und virtio-scsi. Wenn man den zweiten wählt, muss man sda nicht nach vda umbenennen.

virtio-scsi ist möglichlerweise etwas langsamer als virtio-blk, dafür kann virtio-scsi DISCARD, was dann nach dem Ausführen von fstrim schön kleine Sparse QCOW2 Images ergibt. virtio-block kann seit neuestem auch DISCARD, aber so ganz traue ich dem noch nicht - nachdem ich kürzlich nach einem fstrim in einer Windows VM ein corrupted QCOW2 Image hatte...

Quote:
Das System bootet dann auch, aber es bleibt bei random: 'crng init done' hängen.

Ich glaube, dass Dein System woanders - und nicht bei Zufallszahlengenerator - hängen bleibt.

Die Meldung 'random: crng init done' kommt nur einige Sekunden nach dem Start, deswegen siehst Du sie noch - aber sie hat sehr wahrscheinlich nichts mit dem Problem zu tun.

Bitte poste mal das vollständige Boot Log (dmesg)
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l3u
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Joined: 26 Jan 2005
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PostPosted: Sat Oct 26, 2019 5:59 am    Post subject: Reply with quote

Das würde ich ja gerne, aber da das System ja nicht weiterbootet, kann ich nichts machen … zu dem Zeitpunkt, wo es hängenbleibt, ist ja noch nichtmal OpenRC im Spiel oder das Root-Dateisystem rw gemountet …
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l3u
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Joined: 26 Jan 2005
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PostPosted: Sat Oct 26, 2019 7:24 am    Post subject: Reply with quote

Okay. Der Alix-Kernel war schuld. Was auch immer da "falsch" konfiguriert ist. Ich hab einfach mal .config gelöscht und einen "neuen" Kernel mit den nötigen virtio-Treibern gebaut. Und siehe da: Er bootet. Naja, zumindest funktioniert es ;-)
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toralf
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PostPosted: Sun Oct 27, 2019 10:30 am    Post subject: Reply with quote

l3u wrote:
Okay. Der Alix-Kernel war schuld. Was auch immer da "falsch" konfiguriert ist. Ich hab einfach mal .config gelöscht und einen "neuen" Kernel mit den nötigen virtio-Treibern gebaut. Und siehe da: Er bootet. Naja, zumindest funktioniert es ;-)
Hätte auch schon ein "make clean" geholfen?
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l3u
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Joined: 26 Jan 2005
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PostPosted: Mon Oct 28, 2019 12:26 pm    Post subject: Reply with quote

Das ist eine berechtigte Frage ;-) Da es aber der exakt selbe Kernel war, der mit dem selben gcc gebaut wurde, denke ich eher, dass es an irgendwelchen gesetzten oder eher noch weggelassenen Optionen hängt. Ich war damals (heißt 2011) froh, dass die Kiste überhaupt gebootet ist irgendwann, weil das Setup per pxeboot und serieller Konsole ist schon ein bisschen abenteuerlich gewesen.

Prinzipiell geht es mir ja nur darum, dass wenn das Ding mal den Geist aufgibt (und irgendwann wird es das tun!), ich meinen Server schnell wieder online bringe. Und zwar in einer virtuellen Maschine, bis ich neue Hardware besorgt habe. Und die Aktion war sozusagen nur der Proof-of-Concept, dass das auch mit den Backups geht, die ich mache.

Dass der auf einem i486-AMD-Geode-Prozessor gebaute Kernel "einfach so" in einer qemu-Maschine bootet war vielleicht auch ein bisschen zu viel erwartet …

Nur nebenbei: "-device virtio-rng-pci" und die zugehörige Unterstützung im Kernel behebt dann auch gleich noch lange Wartezeiten beim Booten.
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