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Bootzeit optimieren - runlevel ausmisten
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Schinkencroissant
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Joined: 09 Oct 2009
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PostPosted: Sat Oct 24, 2009 2:56 pm    Post subject: Bootzeit optimieren - runlevel ausmisten Reply with quote

Hallo alle zusammen,

mittlerweile läuft mein System ja ganz ordentlich, danke dafür.

Jetzt kann ich aber sicher noch ein wenig optimieren und damit ich nicht jetzt das laufende System zerschieße, frage ich besser erst mal nach.

Meine runlevels sehen zur Zeit so aus (nach dem ich hier im Forum ja vor kurzem gelernt habe, dass es runlevel heißt, was ich mit Autostart gemeint habe, ist das Leben ohnehin viel einfacher geworden ;-) ):

Code:
sudo rc-update -v show
               acpid | boot                         
           alsasound | boot                         
          atieventsd |                               
            bootmisc | boot                         
             checkfs | boot                         
           checkroot | boot                         
               clock | boot                         
         consolefont | boot                         
          consolekit |      default                 
         crypto-loop |                               
               cupsd |      default                 
                dbus |      default                 
       device-mapper |                               
             dmcrypt |                               
            dmeventd |                               
             dnsextd |                               
          git-daemon |                               
                 gpm |                               
                hald |      default                 
            hostname | boot                         
             keymaps | boot
               local |      default nonetwork
          localmount | boot
               mdnsd |
  mDNSResponderPosix |
             modules | boot
               mysql |
        mysqlmanager |
            net.eth0 |      default
              net.lo | boot
            netmount |      default
      NetworkManager |      default
                nscd |
             numlock |
             pciparm |
             pwcheck |
           pydoc-2.6 |
           rmnologin | boot
              rsyncd |
           saslauthd |
                slpd |
                sshd |
            svnserve |
           syslog-ng |      default
                udev |
    udev-dev-tarball |
          udev-mount |
      udev-postmount |
             urandom | boot
          vixie-cron |      default
                 xdm |      default
           xdm-setup |


Mir fällt beim Booten immer wieder auf, dass er versucht auf eth0 über dhcpd sich zu verbinden, was relativ witzlos ist, da ich in den seltensten Fällen mit Netzwerkkabel verbunden bin. Kann ich die entsprechenden Punkte mit eth0 einfach rausnehmen zum Beispiel?

Vielleicht fallen Euch ja noch mehr Sachen ein, sollte mir noch etwas entscheidend wichtiges fehlen, lasse ich mich auch gerne belehren.

Einiges habe ich während der Installation einfach blindlings reingehauen, ich wusste nicht immer, was es bedeutet, oder ob es Sinn macht. Vielleicht ist auch die Reihenfolge nicht die beste.

Ich freue mich jetzt schon auf Eure Tipps und möchte an dieser Stelle noch darum bitten, dass Ihr mir dann auch sagt, warum das Sinn machen könnte, was Ihr sagt, damit ich auch was dazulerne und dann auch mal anderen helfen kann.

Vielen Dank im Voraus,

schönes Wochenende,

Schinkencroissant
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Josef.95
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Joined: 03 Sep 2007
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PostPosted: Sat Oct 24, 2009 3:42 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Mir fällt beim Booten immer wieder auf, dass er versucht auf eth0 über dhcpd sich zu verbinden, was relativ witzlos ist, da ich in den seltensten Fällen mit Netzwerkkabel verbunden bin. Kann ich die entsprechenden Punkte mit eth0 einfach rausnehmen zum Beispiel?
Soweit ich mitbekommen nutzt du den Networkmanager? , wenn das noch so ist, ja dann solltest du "net.eth0" aus dem default runlevel rausnehmen, also zb
Code:
# rc-update del net.eth0 default

Doch das wird noch nicht den gewünschten Erfolg bringen, da zb "net.eth0" auch ohne es einem runlevel hinzugefügt zu haben automatisch geladen wird. (hotplug udev)
Ich würde da in der
/etc/conf.d/rc
Code:
rc_plug_services="!net.*"
setzen, damit wird jegliches automatisches laden von "net.*" verhindert, denn das sollte ja nun bei dir der Networkmanager mit übernehmen...

MfG
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Necoro
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PostPosted: Sat Oct 24, 2009 4:17 pm    Post subject: Reply with quote

Ich würde vielleicht noch den syslog-ng vom default in den boot runlevel schieben. Denn ich denke, bei einem logger kann es nicht schaden, so früh wie möglich zu laufen.

Consolekit kann man sicherlich rausschmeißen. Hab irgendwie noch nicht gefunden wozu das überhaupt gut sein soll...

Wenn dir langweilig ist, kannst du ja von baselayout-1 auf baselayout-2 und openRC wechseln. Da kann man denn auch gut PARALLEL_STARTUP setzen :). (Warnung: Der Übergang zu OpenRC kann ein wenig holprig werden...)

Und denn gibt es noch den Trick, /bin/sh auf dash anstatt bash zu setzen :). (Hinweis: Kann hier und dort was kaputt machen, wenn in nem skript /bin/sh drin steht, aber eigentlich /bin/bash gemeint ist ... ist bei mir aber in systemskripten nur einmal und ab und zu in selber geschriebenen passiert)
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Josef.95
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PostPosted: Sat Oct 24, 2009 5:39 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Consolekit kann man sicherlich rausschmeißen.
Oh, Vorsicht!
AFAIK ist USE="consolekit" seit ein paar Wochen default im Desktop Profil, wenn zb Loginmanager wie kdm oder gdm mit dieser Flag gebaut wurden, dann muss auch der "Consolekit Daemon" gestartet sein!
AFAIK benötigt er dies auch für den Networkmanager.

Doch was dies "Consolekit" genau macht kann ich leider auch nicht aufklären.., ich vermute des es für Authentifikation und/oder zum setzen bestimmter rechte zuständig ist..?
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Necoro
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PostPosted: Sat Oct 24, 2009 9:50 pm    Post subject: Reply with quote

Also consolekit wird bei mir sowieso gestartet ... selbst wenn ich USE=-consolekit gesetzt hab und consolekit nicht im runlevel habe ... ich suche immer noch den Schuldigen.

Im Moment scheint nur "emerge -C consolekit" zu helfen.
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zyko
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 7:58 am    Post subject: Reply with quote

Quote:
Mir fällt beim Booten immer wieder auf, dass er versucht auf eth0 über dhcpd sich zu verbinden, was relativ witzlos ist, da ich in den seltensten Fällen mit Netzwerkkabel verbunden bin.


Dafür gibt es sys-apps/ifplugd. Ifplugd prüft, ob das Netzwerkkabel drin ist und schickt den Start von net.eth0 in den Background, so dass keine Zeit damit verschwendet wird. Einfach emergen, keine config nötig.
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Klaus Meier
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 11:55 am    Post subject: Reply with quote

Necoro wrote:
Also consolekit wird bei mir sowieso gestartet ... selbst wenn ich USE=-consolekit gesetzt hab und consolekit nicht im runlevel habe ... ich suche immer noch den Schuldigen.

Im Moment scheint nur "emerge -C consolekit" zu helfen.
Was hast du denn gegen consolekit? Soll mal hal ablösen habe ich gehört.
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Necoro
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 12:00 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Necoro wrote:
Also consolekit wird bei mir sowieso gestartet ... selbst wenn ich USE=-consolekit gesetzt hab und consolekit nicht im runlevel habe ... ich suche immer noch den Schuldigen.

Im Moment scheint nur "emerge -C consolekit" zu helfen.
Was hast du denn gegen consolekit? Soll mal hal ablösen habe ich gehört.

Nein ... das war DeviceKit :)

Und gegen consolekit hab ich, dass es ein Daemon ist, von dem ich nicht weiß was er genau macht und auch die Beschreibung "ConsoleKit is a framework for defining and tracking users, login sessions, and seats. " mir nicht einleuchtet, was ich auf einem Single-User-System damit soll.

Und ferner startet das Teil geschätzte 100 Threads und müllt mir meine htop Ausgabe zu.
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firefly
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 12:15 pm    Post subject: Reply with quote

Necoro wrote:
Und gegen consolekit hab ich, dass es ein Daemon ist, von dem ich nicht weiß was er genau macht und auch die Beschreibung "ConsoleKit is a framework for defining and tracking users, login sessions, and seats. " mir nicht einleuchtet, was ich auf einem Single-User-System damit soll.


dann setz doch global -consolekit als useflag dann sollte es nicht mehr benötigt werden, oder?
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Necoro
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 12:32 pm    Post subject: Reply with quote

firefly wrote:
Necoro wrote:
Und gegen consolekit hab ich, dass es ein Daemon ist, von dem ich nicht weiß was er genau macht und auch die Beschreibung "ConsoleKit is a framework for defining and tracking users, login sessions, and seats. " mir nicht einleuchtet, was ich auf einem Single-User-System damit soll.


dann setz doch global -consolekit als useflag dann sollte es nicht mehr benötigt werden, oder?

Japp ... aber wenn man es net wieder runterschmeißt wird es eben weiterhin gestartet ... :) ...

egal ... btt
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Klaus Meier
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 12:32 pm    Post subject: Reply with quote

Necoro wrote:
Nein ... das war DeviceKit :)


Danke, guten Morgen, noch zu früh am Tag um zu Denken....
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Schinkencroissant
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Joined: 09 Oct 2009
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 5:47 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo,

das sind ja jetzt schon haufenweise Tipps auf einmal, ich versuche mal, von oben nach unten durchzugehen:

Zur Antwort von Josef.95:

net.eth0 habe ich jetzt mal aus dem default runlevel herausgenommen, aber zu dem Eintrag in /etc/conf.d/rc habe ich noch eine Frage in Verbindung mit einer weiteren Antwort, also kommt die erst gleich.

Zur Antwort von Necoro:

Das mit dem syslog-ng klingt sinnvoll, das habe ich jetzt auch gerade eben verschoben.

ConsoleKit brauche ich für den Networkmanager, wobei ich jetzt nicht weiß, ob ich es dann in einem runlevel brauche, oder ob sich der Networkmanager nicht selbst schon darum kümmern würde, wenn ich es rausnähme, falls dazu jemand mehr weiß, wäre das sicher hilfreich.

Was bringt mir ein Wechsel von baselayout 1 auf 2? Ich habe mir kurz etwas dazu durchgelesen, aber bin mir noch nicht ganz sicher, ist das performanter? Und was bedeutet PARALLEL_STARTUP, handelt es sich dabei wirklich um das, wonach es klingt, sprich, einem nebenläufigen Bootvorgang, der dann wohl sicher performanter sein kann, als ein "normaler" oder ist das etwas anderes?

Was ist der Unterschied, wenn ich /bin/sh auf dash statt auf bash setze?

Zur Antwort von zyko:

Jetzt noch einmal die Frage im Bezug auf die Antwort von Josef.95. Wenn ich dieses ifplugd benutze, erübrigt sich damit der !net.* Eintrag, den Josef.95 vorgeschlagen hat. Welche Lösung ist die sinnvollere/performantere/sicherere?

Dann noch eine weitere Frage:

alsa wird bei mir im boot bereits gestartet, aber sonlange mein System noch nicht ganz hochgefahren und ich eingeloggt bin, brauche ich eigentlich doch noch keinen Soundserver, wäre es sinnvoll, alsa zu verschieben oder ist das so schon die sinvollere Variante?

Fragen über Fragen, aber ich glaube, dass scheint ein ganz interessantes Thema zu sein, so viele Antworten, wie ich jetzt schon in kürzester Zeit bekommen habe.

Vielen Dank schonmal bis hierhin,

viele Grüße,

Schinkencroissant
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zyko
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 6:13 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Jetzt noch einmal die Frage im Bezug auf die Antwort von Josef.95. Wenn ich dieses ifplugd benutze, erübrigt sich damit der !net.* Eintrag, den Josef.95 vorgeschlagen hat. Welche Lösung ist die sinnvollere/performantere/sicherere?


Wenn du ifplugd installiert hast, sollte net.eth0 im default runlevel sein und du solltest das hot/coldplugging nicht verhindern -- also alles ganz normal lassen. Der Vorteil von ifplugd ist, dass du automatisch ein funktionierendes eth0 bekommst, falls das Kabel steckt und anderenfalls keine Zeit beim booten verlierst. Falls du hingegen net.eth0 aus dem runlevel rausschmeißt, musst du es bei Bedarf manuell starten.

Quote:
aber bin mir noch nicht ganz sicher, ist das performanter? Und was bedeutet PARALLEL_STARTUP, handelt es sich dabei wirklich um das, wonach es klingt, sprich, einem nebenläufigen Bootvorgang, der dann wohl sicher performanter sein kann, als ein "normaler" oder ist das etwas anderes?


Beim PARALLEL_STARTUP werden die einzelnen runscripts nicht strikt nacheinander abgearbeitet, sondern sie werden alle gleichzeitig gestartet (sofern die dependencies das erlauben, manche runscripts können ja nur starten, wenn ein anderes bereits gestartet ist). Insgesamt sollte das absolut Null Gewinn bringen, da die Bootgeschwindigkeit von der i/o-Performance deiner Festplatte limitiert wird, nicht von irgendwelchen softwareseitigen Unzulänglichkeiten. Aber teste es einfach mal, kostet ja nix ;)
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Necoro
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PostPosted: Sun Oct 25, 2009 6:40 pm    Post subject: Reply with quote

zyko wrote:
Beim PARALLEL_STARTUP werden die einzelnen runscripts nicht strikt nacheinander abgearbeitet, sondern sie werden alle gleichzeitig gestartet (sofern die dependencies das erlauben, manche runscripts können ja nur starten, wenn ein anderes bereits gestartet ist). Insgesamt sollte das absolut Null Gewinn bringen, da die Bootgeschwindigkeit von der i/o-Performance deiner Festplatte limitiert wird, nicht von irgendwelchen softwareseitigen Unzulänglichkeiten. Aber teste es einfach mal, kostet ja nix ;)

Also ich sehe nicht, warum Platten-I/O die Begrenzung darstellen soll. Spätestens bei irgendwelchen größeren Daemons (inkl. X) geht es schon in die CPU-Auslastung. Und es ist schon vorteilhaft, wenn andere Services gestartet werden während dein X hochfährt. Oder während deine Netzwerk auf ne IP wartet.
Bei mir war der speedup schon erstaunlich... (natürlich gemessen am rein subjektiven Empfinden)

Quote:
Was ist der Unterschied, wenn ich /bin/sh auf dash statt auf bash setze?

Code:
necoro@Zakarumiy / % time bash -c exit
bash -c exit  0,00s user 0,00s system 71% cpu 0,003 total
necoro@Zakarumiy / % time dash -c exit
dash -c exit  0,00s user 0,00s system 77% cpu 0,001 total


die Dash kann kaum was. Das macht sie viel leichter und schneller als die Bash. Sicher ist der obige Unterschied von 0.002s nicht wirklich ausschlaggebend -- wenn man ihn einzeln betrachtet. Aber beim Hochfahren werden zig Skripte gestartet, die jeweils immer ne neue Sh-Instanz starten... und die Masse machts :)
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Schinkencroissant
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Joined: 09 Oct 2009
Posts: 309

PostPosted: Mon Oct 26, 2009 5:07 am    Post subject: Reply with quote

Hallo,

das mit dem nebenläufigen Booten klingt echt interessant, da kümmere ich mich mal drum. Außerdem würde ich mich auch gerne mal um die dash kümmern, aber dazu wüsste ich gerne mal ob mir auch so im Voraus und ohne Fehlermeldung jemand sagen kann, ob er irgendwelche gentoo-eigenen Skripte kennt, bei denen ich die /bin/sh-Zeile besser ersetzen sollte durch eine /bin/bash-Zeile.

Ansonsten bleiben ja noch genügend Fragen aus dem, was ich vorhin geschrieben habe ;-)

Viele Grüße und schonmal ein großes Danke bis hierher,

Schinkencroissant
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
Posts: 2903
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PostPosted: Mon Oct 26, 2009 6:21 am    Post subject: Reply with quote

firefly wrote:
Necoro wrote:
Und gegen consolekit hab ich, dass es ein Daemon ist, von dem ich nicht weiß was er genau macht und auch die Beschreibung "ConsoleKit is a framework for defining and tracking users, login sessions, and seats. " mir nicht einleuchtet, was ich auf einem Single-User-System damit soll.


dann setz doch global -consolekit als useflag dann sollte es nicht mehr benötigt werden, oder?
Habs mal probiert. Auch wenn du es als Flag deaktivierst, wird es von genutzt. Habe nicht getestet von welchen, ist ja auch egal, also ob willst oder nicht, bei Gnome hast du es mit dabei.Und wenn es Pakete gibt, die es brauchen, dann sollte man es auch starten.
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sprittwicht
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Joined: 04 Dec 2003
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PostPosted: Mon Oct 26, 2009 8:57 am    Post subject: Reply with quote

Hab's bei mir jetzt auch runtergeschmissen. Alles mit USE="-consolekit" neu kompiliert, aus dem Runlevel raus und neu gestartet. Trotzdem lief der Prozess nachher. emerge --depclean war der Meinung "weg damit", und dem hab ich mich dann dankend angeschlossen. Wer auch immer das startet tut das unbewusst oder hat seine Abhängigkeiten nicht sauber definiert.
Nach dem was ich so aus Conselekit-Ankündigungen und Doku rauslesen konnte ist der Dienst an einem Single-User-Desktop absolut überflüssig, also nein danke und weg damit...
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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PostPosted: Mon Oct 26, 2009 9:21 am    Post subject: Reply with quote

sprittwicht wrote:
Hab's bei mir jetzt auch runtergeschmissen. Alles mit USE="-consolekit" neu kompiliert, aus dem Runlevel raus und neu gestartet. Trotzdem lief der Prozess nachher. emerge --depclean war der Meinung "weg damit", und dem hab ich mich dann dankend angeschlossen. Wer auch immer das startet tut das unbewusst oder hat seine Abhängigkeiten nicht sauber definiert.
Nach dem was ich so aus Conselekit-Ankündigungen und Doku rauslesen konnte ist der Dienst an einem Single-User-Desktop absolut überflüssig, also nein danke und weg damit...
Du hast stable? Bei testing ist das nicht mehr der Fall. emerge--depclean wollte nichts entsorgen. Zumindestens unter Gnome.
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Necoro
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Joined: 18 Dec 2005
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PostPosted: Mon Oct 26, 2009 10:06 am    Post subject: Reply with quote

sprittwicht wrote:
Wer auch immer das startet tut das unbewusst oder hat seine Abhängigkeiten nicht sauber definiert.

/etc/init.d/hald ist der Schuldige... da steht "use consolekit" drin. Ergo: Starte, wenn du's findest...
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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Mon Oct 26, 2009 6:34 pm    Post subject: Reply with quote

Necoro wrote:
Und denn gibt es noch den Trick, /bin/sh auf dash anstatt bash zu setzen :). (Hinweis: Kann hier und dort was kaputt machen, wenn in nem skript /bin/sh drin steht, aber eigentlich /bin/bash gemeint ist

Hab's getestet. Und auf einmal war mein Portage weg. Das Ersetzen von sh -> bash der 1. Zeile der Scripte in /etc/init.d/ ist irgendwie ein sinnloser Tipp, denn die beginnen mit:
alle möglichen Scripte in /etc/init.d:

#!/sbin/runscript

Oder ich hab das was falsch verstanden?

Necoro wrote:
/etc/init.d/hald ist der Schuldige... da steht "use consolekit" drin. Ergo: Starte, wenn du's findest...

/etc/init.d/xdm:

# Start before X
use acpid consolekit hald xfs

Hal ist bei mir gar nicht installiert. Aber bevor ich nicht weiß, was consolekit macht, lösch ich das Teil lieber nicht runter.
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SinoTech
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PostPosted: Tue Oct 27, 2009 1:52 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Necoro wrote:
Und denn gibt es noch den Trick, /bin/sh auf dash anstatt bash zu setzen :). (Hinweis: Kann hier und dort was kaputt machen, wenn in nem skript /bin/sh drin steht, aber eigentlich /bin/bash gemeint ist

Hab's getestet. Und auf einmal war mein Portage weg. Das Ersetzen von sh -> bash der 1. Zeile der Scripte in /etc/init.d/ ist irgendwie ein sinnloser Tipp, denn die beginnen mit:
alle möglichen Scripte in /etc/init.d:

#!/sbin/runscript

Oder ich hab das was falsch verstanden?

[...]

Du sollst nichts an den Scripten ändern, sondern lediglich in deinem System den Link "/bin/sh" auf "/bin/dash" zeigen lassen (der zeigt normalerweise nämlich auf "/bin/bash"). Und schon benutzen alle Scripte die "/bin/sh" in ihrer ersten zeile haben die "dash" anstatt der "bash".

Cheers,

Sino
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musv
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PostPosted: Tue Oct 27, 2009 5:19 pm    Post subject: Reply with quote

SinoTech wrote:
Du sollst nichts an den Scripten ändern, sondern lediglich in deinem System den Link "/bin/sh" auf "/bin/dash" zeigen lassen (der zeigt normalerweise nämlich auf "/bin/bash"). Und schon benutzen alle Scripte die "/bin/sh" in ihrer ersten zeile haben die "dash" anstatt der "bash".

Genau das hab ich gemacht. Und genau deswegen funktioniertierte das Squash-Portage-Script nicht mehr.
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Necoro
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PostPosted: Tue Oct 27, 2009 5:29 pm    Post subject: Reply with quote

Du könntest versuchen die 'source DATEI' durch '. DATEI' zu ersetzen :). Denn sollte es, soweit ich es sehe, sh-konform sein (vergesse auch die source-Statements in /etc/make.conf nicht)
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Klaus Meier
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PostPosted: Tue Oct 27, 2009 6:50 pm    Post subject: Reply with quote

Hm, also mal etwas Kritik an dem ganzen hier. Ich finde diese ganzen Bootzeitdiskussionen sowieso etwas überflüssig. Was hast du denn für einen Bootzeit? Wenn die bei 5 Minutenliegt sollte man überlegen, wo es ist, aber ansonsten? Also bei deinen Startscripten kannst du wohl netmount rauswerfen, den Rest brauchst du. dash statt bash bringt bei 500x starten genau eine Sekunde. Paralleles startender Scripte hat bei mir Probleme gemacht. Kanns aber noch mal testen.

Wie oft startet mandenn den Rechner? Denke mal, die Zeit, die hier mit diesem Thema verbracht wurde kann man nicht durch das Starten in den nächsten Jahren wieder reinbekommen.

Also ob das jetzt 30, 60 oder 90 Sekunden ist mir absolut egal. Ich starte das Teil einmal am Tag.
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Schinkencroissant
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PostPosted: Thu Nov 05, 2009 9:45 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo,

entschuldigt bitte, dass ich so lange mit einer Antwort habe auf mich warten lassen. Also zum Sinn dieses Themas:

Für mich war es bisher sehr interessant, ich konnte schon einiges über das System im Allgemeinen dazulernen. Die Bootzeit ist für mich schon relativ wichtig, da mein ThinkPad schon öfters aus und wieder an mache, gerade, wenn ich unterwegs bin. Da hat es mich schon sehr weiter gebracht, dass ich hier mal ein paar wertvolle Tipps bekommen konnte.

Außerdem hat sich das Ausmisten bisher auch schon positiv auf meinen Stromverbrauch ausgewirkt.

Zwei Dinge wollte ich noch probieren, dann wäre ich auch vorerst fertig mit diesem Thema, aber bis jetzt kann ich schon sagen, dass ich es sehr informativ fand und ich glaube, ich habe auch schon viel gerade bei diesem Thema lernen können.

Zum einen hatte ich mal das mit dem Link auf die Dash ausprobiert, das gab Fehler bei mir einen eher unerwarteten Fehler, um den genauer schildernzukönnen muss ich es erst wieder ausprobieren, also frage ich die Tage noch einmal.

Außerdem werde ich das mit dem parallelen Booten mal ausprobieren, weniger wegen Geschwindigkeit, als mehr, einfach weil mich Nebenläufigkeit schon sehr interessiert und ich gerne mal das nebenläufige Booten erleben will ;-)

Viele Grüße,

Schinkencroissant

P.S.: Klar, dass man für diese Zeit, die wir hier "verplempern", Jahre lang den Rechner booten kann, aber selbst, wenn Dir technisch nichts daran wichtig erscheint, kannst Du Dich immer noch darüber freuen, dass viele wartend vor ihrem Rechner sitzen, bis er hochgefahren ist und dabei an guter Laune verlieren, sprich, viele von den - eventuell nach der Lektüre dieses Themas - Schnellbootern sind besser gelaunt und schreiben netter hier im Forum. Davon haben alle was, egal ob für sie die Bootzeit eine Rolle spielt oder nicht :-)
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