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semantic-desktop: Widerstand zwecklos?
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sprittwicht
l33t
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Joined: 04 Dec 2003
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 8:30 am    Post subject: semantic-desktop: Widerstand zwecklos? Reply with quote

Hallo. Als ich damals zum ersten Mal KDE 4 installiert habe, habe ich semantic-desktop bewusst ausgeschaltet, weil ich dachte dass ich mir damit irgendeine Vista-ähnliche Indexierungsscheiße einfange.
Nun scheint man spätestens seit KDE 4.4 nicht mehr drum rumzukommen, sobald man die kdepim-Packages nutzt: https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-833463.html

Also lese ich mal ein bisschen... http://nepomuk.kde.org/node/1
Zitat:
"The most interesting type of metadata is, however, the kind that cannot be extracted easily by an indexer and is not generated by the user manually. This includes for example the url of a file that is downloaded from the internet. Once saved on the local harddisk this information is lost. The same goes for the (rather popular) example of email attachments: Once an email attachment is saved to the local harddisk its connection to the email and with it the connection to the sender is lost."

Und das sind genau die Informationen, bei denen ich eher froh bin, dass die nicht irgendwo mitgeschleppt werden. Ich brauch sie nicht, ich will sie nicht, kurzum: ich habe keine Verwendung für semantic-desktop.

Meine Frage: Wenn ich das USE-Flag jetzt einschalte(n muss), läuft dann automatisch irgendein Indexierungsdienst im Hintergrund? Kann ich den manuell abschalten? Oder konfigurieren, was wann wo wie indexiert wird?
Wo werden die gesammelten Daten gespeichert?

Habe gerade bemerkt dass auch strigi bei mir schon installiert ist, mit clucene-"Backend"?
Kann mir jemand kurz erklären oder einen informativen Link geben, wie all diese Komponenten zusammenspielen, und wie ich rausfinden kann, ob und was bei mir indexiert wird?

Ich mag's nicht von unerwünschten Features überrollt zu werden. :-/
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franzf
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 8:46 am    Post subject: Reply with quote

Advanced User Settings -> Desktop Search -> Enable Nepomuk Semantic Desktop ausmachen - fertig.
Wenns dir nur um die Dateiindizierung geht, kannst du da auch nur strigi deaktivieren.
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musv
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 10:36 am    Post subject: Reply with quote

Und ich dachte schon, ich wär der einzige damit:
https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-818147.html
https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-831410.html

Also lautet das Geheimrezept wohl wieder:
Erst installieren, um den ganzen Müll dann in den Systemsettings wieder deaktivieren zu können. :?

Musste ich bei kdewallet schon so machen. Ich finde dieses Prinzip nicht wirklich gut.
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sprittwicht
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Joined: 04 Dec 2003
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 10:46 am    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
Erst installieren, um den ganzen Müll dann in den Systemsettings wieder deaktivieren zu können. :?

Die Energie der Gentoo-Entwickler in allen Ehren, die sie in die Split-Ebuilds für KDE gesteckt haben.
Aber irgendwie scheint das bei KDE einfach nicht zu funktionieren. Wenn man nicht alles so installiert wie die KDEler sich das ursprünglich gedacht hatten, knallt's früher oder später an allen Ecken und Enden.
Und ja, dieses bescheuerte KDE-Wallet ist bei mir auch so ein Hasskandidat, den ich nicht will, trotzdem installieren musste, ihm bei jeder Gelegenheit sage, dass ich irgendetwas Bestimmtes _nicht_ darin speichern möchte, und trotzdem poppt dieses Drecksteil ständig vor meiner Nase auf. "Wollen Sie nicht? Speichern hier? Sicher und toll, komm schon, mach schon..."
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Klaus Meier
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 11:27 am    Post subject: Reply with quote

sprittwicht wrote:
musv wrote:
Erst installieren, um den ganzen Müll dann in den Systemsettings wieder deaktivieren zu können. :?

Die Energie der Gentoo-Entwickler in allen Ehren, die sie in die Split-Ebuilds für KDE gesteckt haben.
Aber irgendwie scheint das bei KDE einfach nicht zu funktionieren. Wenn man nicht alles so installiert wie die KDEler sich das ursprünglich gedacht hatten, knallt's früher oder später an allen Ecken und Enden.
Und ja, dieses bescheuerte KDE-Wallet ist bei mir auch so ein Hasskandidat, den ich nicht will, trotzdem installieren musste, ihm bei jeder Gelegenheit sage, dass ich irgendetwas Bestimmtes _nicht_ darin speichern möchte, und trotzdem poppt dieses Drecksteil ständig vor meiner Nase auf. "Wollen Sie nicht? Speichern hier? Sicher und toll, komm schon, mach schon..."

Du gehst auf die Konfiguration von kwallet und stellst da ein, dass du es nicht benutzen willst. Ein Klick und fertig. Man kann bei KDE so ziemlich alles so konfigurieren, wie man es gerne hätte. Einfach mal etwas in den Systemeinstellungen umschauen. Man kann es nicht vollständig über USE-Flags konfigurieren, was du wohl scheinbar erwartest.
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musv
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 11:27 am    Post subject: Reply with quote

KDE-Wallet kannst du nach Installation von kde-base/kwallet in den Systemsettings deaktivieren. Dann fragt der nie wieder.

Wie gesagt, komisches Prinzip, dass man Sachen erst "nicht mehr nutzen" braucht, nachdem man sie installiert hat.
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Necoro
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 12:06 pm    Post subject: Reply with quote

Zum Indizierungsdienst: Ich habe auf meinem Rechner "Tracker" im Einsatz (also wohl das Gnome-Pendant zu strigi, so ganz hab ich die Zusammenhänge noch nicht verstanden) -- und das läuft mit kaum wahrnehmbaren RAM-Verbrauch (werden wohl max. 20 MB sein ... hab den Rechner gerade net zur Hand) und ohne Indizierungsorgien (inotify sei dank). Also im Gegensatz zu der Windows-Indizierung überhaupt nicht wahrnehmbar.

Muss aber dazu sagen, dass ich das auch auf ein kleines Verzeichnis eingeschränkt habe, weil ich nicht mein komplettes /home indiziert haben brauch.
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Josef.95
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 12:36 pm    Post subject: Reply with quote

sprittwicht wrote:
Kann mir jemand kurz erklären oder einen informativen Link geben, wie all diese Komponenten zusammenspielen, und wie ich rausfinden kann, ob und was bei mir indexiert wird?
Eventuell helfen diese Infos ein wenig weiter?
http://www.pro-linux.de/news/1/15639/aaron-seigo-nepomuk-ist-mehr-als-datei-indizierung.html
http://aseigo.blogspot.com/2010/05/i-dont-need-no-stinking-nepomuk-right.html
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firefly
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 12:41 pm    Post subject: Reply with quote

musv wrote:
KDE-Wallet kannst du nach Installation von kde-base/kwallet in den Systemsettings deaktivieren. Dann fragt der nie wieder.

Wie gesagt, komisches Prinzip, dass man Sachen erst "nicht mehr nutzen" braucht, nachdem man sie installiert hat.

Das problem ist halt, wenn ein Programm kwallet Unterstützung hat und diese nicht beim übersetzen deaktiviert werden kann, dass dann die benötigten kwallet libs installiert sein müssen. Ansonsten läuft das Programm nicht. Da die libs neben dem eigentlichen kwallet dienst im kwallet paket enthalten sind, muss dann das kwallet paket installiert sein.
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Polynomial-C
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 12:43 pm    Post subject: Reply with quote

Trotz PDEPEND in kde-base/kdelibs[semantik-desktop] stört es kde keineswegs, wenn man nepomuk nicht installiert hat. Ein beherztes
Code:
mkdir /etc/portage/profile ; echo "kde-base/nepomuk-4.99" >> /etc/portage/profile/package.provided

sorgt dafür, daß nepomuk erst gar nicht mitinstalliert wird...
_________________
The manual said "Requires Windows10 or better" so I installed GNU/Linux...

my portage overlay

Need a stage1 tarball? (Unofficial builds)
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Klaus Meier
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 1:11 pm    Post subject: Reply with quote

Necoro wrote:
Zum Indizierungsdienst: Ich habe auf meinem Rechner "Tracker" im Einsatz (also wohl das Gnome-Pendant zu strigi, so ganz hab ich die Zusammenhänge noch nicht verstanden) -- und das läuft mit kaum wahrnehmbaren RAM-Verbrauch (werden wohl max. 20 MB sein ... hab den Rechner gerade net zur Hand) und ohne Indizierungsorgien (inotify sei dank). Also im Gegensatz zu der Windows-Indizierung überhaupt nicht wahrnehmbar.

Muss aber dazu sagen, dass ich das auch auf ein kleines Verzeichnis eingeschränkt habe, weil ich nicht mein komplettes /home indiziert haben brauch.

Ist bei KDE genauso. Verstehe auch nicht, warum da alle so eine Aufregung drum machen. Egal ob es an oder aus ist, ich merke absolut keinen Unterschied. Es gab so bis ca. März ein Speicherleck im kiothumbnailer, und der hat das System in die Knie gezwungen. Und 90% der Anwender haben einfach pauschal auf die Indizierung geschimpft.
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franzf
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PostPosted: Fri Jun 25, 2010 1:17 pm    Post subject: Reply with quote

Klaus Meier wrote:
Es gab so bis ca. März ein Speicherleck im kiothumbnailer, und der hat das System in die Knie gezwungen. Und 90% der Anwender haben einfach pauschal auf die Indizierung geschimpft.

Äh, so ist das aber echt nicht gewesen! Hier hat die Indizierung definitiv meinen Speicher gefressen (sieht man ja in top, war hauptsächlich virtuoso, aber auch nepomukservices selber mit einigen Hundert MB...), und sicher bei einigen anderen auch, trotz Begrenzung in den Settings! Keine Ahnung was das war, es ist auf jeden Fall jetzt weg...
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Klaus Meier
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Joined: 18 Apr 2005
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Location: Bozen

PostPosted: Fri Jun 25, 2010 4:04 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Klaus Meier wrote:
Es gab so bis ca. März ein Speicherleck im kiothumbnailer, und der hat das System in die Knie gezwungen. Und 90% der Anwender haben einfach pauschal auf die Indizierung geschimpft.

Äh, so ist das aber echt nicht gewesen! Hier hat die Indizierung definitiv meinen Speicher gefressen (sieht man ja in top, war hauptsächlich virtuoso, aber auch nepomukservices selber mit einigen Hundert MB...), und sicher bei einigen anderen auch, trotz Begrenzung in den Settings! Keine Ahnung was das war, es ist auf jeden Fall jetzt weg...

Ok, egal, was da mal alles vor Monaten nicht funktioniert hat. Aber bei aktuell 4.4.4 kann ich bei mir keine Fehler mehr finden. Jedenfalls mit dem mplayer für die Thumbnails. Von daher kann ich es nicht nachvollziehen, dass sich so viele über die Desktopsuche aufregen.
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toralf
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 8:35 am    Post subject: Reply with quote

Und ich lerne kwallet langsam schätzen - insbesondere, wenn man sehr viele ssh und/oder email accounts zu verwalten hat.
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Josef.95
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Joined: 03 Sep 2007
Posts: 3629
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 10:31 am    Post subject: Reply with quote

toralf wrote:
Und ich lerne kwallet langsam schätzen - insbesondere, wenn man sehr viele ssh und/oder email accounts zu verwalten hat.

++
dem kann ich nur zustimmen!
ist ne sehr feine Sache!

Und wer es nicht nutzen möchte der kann es ja, wie schon erwähnt, auch komplett deaktivieren.

Ein wenig Info
http://de.wikipedia.org/wiki/KWallet

.....................................................................................................................................................................
/edit:
Noch kurz was zu meiner Meinung und Erfahrung zum eigentlichen Topic
semantic-desktop: Widerstand zwecklos?

Ich hab mich auch lange Zeit gesträubt "semantic-desktop" zuzulassen und Teile davon zu nutzen.
Bei vielen Paketen gibt es ja die USE-flag "semantic-desktop" daher sollte man meinen die Unterstützung sei Optional, und das stimmt auch soweit.
Es kommt aber auf drauf an welches Paket es als Abhängigkeit fordert,
einer der häufigsten Kandidaten ist wohl kmail da ihn viele Leute nutzen,
weitere sind hier zb
Code:
 $ euse -I semantic-desktop
global use flags (searching: semantic-desktop)
************************************************************
[- c  ] semantic-desktop - Cross-KDE support for semantic search and information retrieval

Installed packages matching this USE flag:
kde-base/dolphin-4.4.4
kde-base/gwenview-4.4.4-r1
kde-base/kdebase-runtime-meta-4.4.4
kde-base/kdelibs-4.4.4
kde-base/kdepimlibs-4.4.4
kde-base/kdeplasma-addons-4.4.4
kde-base/kget-4.4.4
kde-base/plasma-workspace-4.4.4
kde-base/pykde4-4.4.4
media-gfx/digikam-1.2.0-r1
media-sound/amarok-2.3.1-r1
media-video/kdenlive-0.7.7.1

local use flags (searching: semantic-desktop)
************************************************************
!!! -e, --exact-name is now default.
!!! Use globbing to simulate the old behavior.
[- c  ] semantic-desktop (kde-base/pykde4):
Enables Nepomuk and Soprano python language bindings

Sprich, möchte man kmail nutzen, oder in einer der anderen genanten Beispiel Pakete Dienste von "semantic-desktop" nutzen,
ja, dann ist Widerstand wohl zwecklos.... ;-)
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mv
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 1:56 pm    Post subject: Reply with quote

Ja, kmail ohne semantic-desktop is nich, denn soweit ich weiß werden die Mails (oder zumindest ist das geplant) ausschließlich in strigi o.ä. gespeichert (die genaue Architektur kenne ich nicht und will ich auch nicht kennen). Bisher kommt man noch drumrum, indem man qmail statt kmail benutzt. Jedoch haben die kde-Entwickler gerade angedroht, dass sie auch diese letzte Möglichkeit einer vernünftigen Nutzung für Rechner mit beschränktem Plattenplatz oder sicherheitsbewusstere User bewusst kappen wollen. Wie bei Microsoft wird das Ganze ohne vernünftiges Sicherheitskonzept gestrickt, und man glaubt, das dann im Nachhinein durch ein paar "Sicherheitsfunktionen" nachklappen zu können. Damit ist für mich zumindest klar, dass KDE voll in die falsche Richtung abfährt. Da Gnome ohne das *kit-Geraffel (und damit acl und attr - unabhängig, ob das Sicherheitskonzept des Rechners das vorsieht - und übrigens auch den ganzen docbook-bloat für die Kompilation) nicht zu haben ist, werde ich die von mir betreuten Rechner wohl demnächst wieder auf fvwm umstellen.
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franzf
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 4:21 pm    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
denn soweit ich weiß werden die Mails (oder zumindest ist das geplant) ausschließlich in strigi o.ä. gespeichert (die genaue Architektur kenne ich nicht und will ich auch nicht kennen).

strigi ist nur zum Dateien indizieren da, das speichert selber gar nix. KMail wird mit 4.5(.1, wohl eher) komplett auf akonadi umgestellt. AFAIK ist akonadi selber nur dazu da, zentral PIM-Daten zu speichern und zu verwalten. Neopomuk wiederum kümmert sich ums taggen. Z.B. hier stehen ein paar Sachen, was jetzt kdepim mit nepomuk anfangen will.
Dein verlinkter Thread ist ja auch schon etwas älter, die Probleme hatte ich auch, sind aber mittlerweile behoben (extremste Speicher/CPU-Vergewaltigung).
Wo siehst du die extremen Sicherheitsprobleme? (Vor allem wenn du die Architektur gar net kennst :P)
Und, naja, wenn es dir nur um den Plattenplatz geht hoffe ich du hast noch nie andere Plasma-themes probiert. Das hat mir mal meine Platte übelst fragmentiert :P (Schau mal gaaaaanz vorsichtig nach /var/tmp/kdecache-<user>/kpc/)
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mv
Watchman
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 7:22 pm    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Dein verlinkter Thread ist ja auch schon etwas älter

Das betreffende Posting ist nagelneu (von gestern).
Quote:
Wo siehst du die extremen Sicherheitsprobleme? (Vor allem wenn du die Architektur gar net kennst :P)

Unix hat eine einigermaßen gute Rechtetrennung. Die wird durch Indizierung de facto ausgehebelt. Wie da dann irgendwie wieder etwas draufgesetzt wird, ist dann letztlich egal, weil das einfach prinzipiell komplexer und damit fehleranfälliger als die Unix-eigene Rechtetrennung ist. Und die Erfahrung zeigt: Sicherheit muss im Ansatz berücksichtig werden; das kann man nicht im Nachhinein "draufschrauben".
Quote:
Und, naja, wenn es dir nur um den Plattenplatz geht hoffe ich du hast noch nie andere Plasma-themes probiert.

Ganz bestimmt nicht, und auch für die Wallpapers habe ich gleich ein Dummy-Ebuild gemacht. So ein kleiner älterer Laptop hat halt nun mal max. 10 GB Platte, wobei da noch kräftig User-Daten mit drauf sollen. Da ist halt schon für die Installation von Nepomuk (mit den ganzen Datenbank-Abhängigkeiten, die man alle nicht braucht, wenn man nicht indizieren will) kein Platz mehr.
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musv
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Joined: 01 Dec 2002
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PostPosted: Sat Jun 26, 2010 9:50 pm    Post subject: Reply with quote

Wie ich hier schon paar Mal erwähnt hab, nutze ich als Desktop-Manager e16.

In der Linuxwelt kann man sich halt nunmal die meisten Applikationen entweder aus der GTK- oder aus der KDE-Welt raussuchen. Mir persönlich gefallen die KDE-Anwendungen häufig besser. Das Schöne daran ist, dass man trotz Abhängigkeiten zu Qt, Kdelibs und gtk+ trotzdem eine einigermaßen gleich aussehende Oberfläche hinbekommt.

Aber:
Ich will den KDE-Desktop nicht, da mir mein e16 besser gefällt. Ich will Semantic-Desktop nicht, ich brauch keine Dateiindizierung. Locate für Dateinamen und mein Wiki für alle möglichen "Erkenntnisaufzeichnungen" reichen mir. KWallet kam bei mir nur in Kopete zum Vorschein. Und für eine einzige Applikation brauch ich das nicht. Das angesprochene KMail hab ich auch nicht. Bin seit vielen Jahren an Claws-Mail gewöhnt.

Von daher empfinde ich diese Entwicklung als nicht gerade sehr schön. Schlimmer noch bei KDE4 ist, dass ich noch diverse KDE3-Anwendungen nutzen muss, weil ich die KDE4-Versionen nicht für brauchbar halte. Da wären:
- K3b findet keine Laufwerke, da ich HAL nicht nutze und auch nicht installieren werde.
- Amarok - dazu muss man nicht wirklich viel sagen.
- Quanta fehlt in der Portierung noch ganz. Der Tipp, dafür KDevelop zu nutzen, war für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Tja, der Weg von KDE4 ist wohl noch lang, damit ich wieder zufrieden damit leben kann.
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franzf
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Joined: 29 Mar 2005
Posts: 4408

PostPosted: Sun Jun 27, 2010 6:12 am    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
franzf wrote:
Dein verlinkter Thread ist ja auch schon etwas älter

Das betreffende Posting ist nagelneu (von gestern).

Das neueste Posting ja, alle übrigen sind alt.
Ich bezog mich dabei auf die "alten" Probleme, die erwähnt wurden - die sollten mittlerweile behoben sein.
Quote:
Quote:
Wo siehst du die extremen Sicherheitsprobleme? (Vor allem wenn du die Architektur gar net kennst :P)

Unix hat eine einigermaßen gute Rechtetrennung. Die wird durch Indizierung de facto ausgehebelt. Wie da dann irgendwie wieder etwas draufgesetzt wird, ist dann letztlich egal, weil das einfach prinzipiell komplexer und damit fehleranfälliger als die Unix-eigene Rechtetrennung ist. Und die Erfahrung zeigt: Sicherheit muss im Ansatz berücksichtig werden; das kann man nicht im Nachhinein "draufschrauben".

Ich seh das Problem immer noch nicht so wirklich. akonadi/nepomuk laufen in ihren eigenen Prozessen, jesweils mit den Rechten des jeweiligen Users. Die Datenbank ist auch ein User-eigener Prozess, das läuft nicht über einen globalen DB-Server-Prozess. Die Metadaten liegen im Verzeichnis des Benutzers, sind also durch Dateisystemrechte geschützt.
Dein letzter Satz bezieht sich wohl auf das hier:
Quote:
you can share tags and semantic data, it's a research project which is ongoing - 'just' need to solve the privacy issues

Klar - wenn man Tags, also die Metadaten, mit anderen Nutzern teilen kann, kann es zu Problemen kommen. Man muss aber eben die Metadaten nicht teilen. Und wer es tut ist wohl auch gut in den sozialen Netzen (facebook etc) unterwegs, und jeder da draußen kennt mehr Einzelheiten über das private Leben als die eigenen Eltern...
Und dass das Teilen noch ein "research project" ist, heißt doch dass es selbst in den Wurzeln noch nicht endgültig ist, man muss also nicht nur einen Security-Aufsatz für ein fertiges System erfinden.
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mv
Watchman
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Sun Jun 27, 2010 7:14 am    Post subject: Reply with quote

franzf wrote:
Och seh das Problem immer noch nicht so wirklich. akonadi/nepomuk laufen in ihren eigenen Prozessen, jesweils mit den Rechten des jeweiligen Users. Die Datenbank ist auch ein User-eigener Prozess, das läuft nicht über einen globalen DB-Server-Prozess.

Wie bitte? Soll das heißen, auf einem Rechner mit 50 Usern wird 50 mal z.B. /usr/share/man, /usr/share/info, /usr/share/doc indiziert und in des Users eigener Datenbank gespeichert? Dann gibt es tatsächlich weniger Rechteprobleme, dafür aber viel mehr Platzverschwendung, als ich erwartet hatte.
Quote:
Klar - wenn man Tags, also die Metadaten, mit anderen Nutzern teilen kann, kann es zu Problemen kommen. Man muss aber eben die Metadaten nicht teilen.

Bei allem, was man problemlos selbst lesen kann, muss man davon ausgehen, dass es durch Bugs möglich ist, dass sie auch ein anderer liest. Man braucht nur mit einem Browser mit einer pasenden Lücke unterwegs zu sein... deswegen sind gute Rechner so konfiguriert, dass der Browser oder andere Dinge, die auf das Netz zugreifen, unter einem geeigneten anderen Benutzer geöffnet werden. Schlimm genug, dass man dazu in KDE bereits jetzt diesem Browers vollen Zugriff auf das X geben muss; wenn aber z.B. mit dem Browser geholte Email oder andere Daten beim Benutzer landen soll, reicht das nicht aus, sondern der Browser braucht vollen Zugriff auf des Users KDE: Einfach die Files nach Herunterladen verschieben und mit entsprechenden Rechten versehen, geht ja nicht problemlos bei einer komplexen Datenbankstruktur.
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Klaus Meier
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PostPosted: Sun Jun 27, 2010 7:41 am    Post subject: Reply with quote

Bei der Suche von KDE wird dein Homeverzeichnis durchsucht. Mehr nicht als Voreinstellung. Was man aber anpassen kann. Also werden auf einem Rechner mit 50 Usern 50 mal deren private Daten indiziert und dies abgespeichert. Nicht die von dir angegebenen /usr/share/irgendwas.
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firefly
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PostPosted: Sun Jun 27, 2010 9:31 am    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
franzf wrote:
Och seh das Problem immer noch nicht so wirklich. akonadi/nepomuk laufen in ihren eigenen Prozessen, jesweils mit den Rechten des jeweiligen Users. Die Datenbank ist auch ein User-eigener Prozess, das läuft nicht über einen globalen DB-Server-Prozess.

Wie bitte? Soll das heißen, auf einem Rechner mit 50 Usern wird 50 mal z.B. /usr/share/man, /usr/share/info, /usr/share/doc indiziert und in des Users eigener Datenbank gespeichert? Dann gibt es tatsächlich weniger Rechteprobleme, dafür aber viel mehr Platzverschwendung, als ich erwartet hatte.

Falsch. Zu mindestens in der Standard Einstellung, wird von strigi nur das home Verzeichnes des Benutzers indiziert. Und nicht die komplette Festplatte.
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mv
Watchman
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Joined: 20 Apr 2005
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PostPosted: Sun Jun 27, 2010 9:55 am    Post subject: Reply with quote

firefly wrote:
Falsch. Zu mindestens in der Standard Einstellung, wird von strigi nur das home Verzeichnes des Benutzers indiziert. Und nicht die komplette Festplatte.

Das überrascht mich jetzt sehr, denn ich dachte, einer der Hauptpunkte von Nepomuk wäre, dass man - neben seinen eigenen Dokumenten - eben auch leicht Zugriff auf die Systemdokumente und -hilfen hätte. Gerade bei Alt-F2 o.ä. ist dann ja Nepomuk ziemlich witzlos, oder nicht?
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firefly
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Joined: 31 Oct 2002
Posts: 4459

PostPosted: Sun Jun 27, 2010 10:51 am    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
firefly wrote:
Falsch. Zu mindestens in der Standard Einstellung, wird von strigi nur das home Verzeichnes des Benutzers indiziert. Und nicht die komplette Festplatte.

Das überrascht mich jetzt sehr, denn ich dachte, einer der Hauptpunkte von Nepomuk wäre, dass man - neben seinen eigenen Dokumenten - eben auch leicht Zugriff auf die Systemdokumente und -hilfen hätte. Gerade bei Alt-F2 o.ä. ist dann ja Nepomuk ziemlich witzlos, oder nicht?

Ich glaube du und auch anderer verwechseln dar was. Nepomuk hat gar nichts mit der Dateiindizierung zu tun. Nepomuk ist nur ein Framework um metadaten zu speicher und zu verwalten.
Die Indizierung von Dateien ist strigi zuständig.

Krunner (über Alt+F2 erreichbar) verwendet auch nepomuk (wenn das nepomuk krunner plugin aktiviert ist) um nach Dateien zu suchen. Wenn aber strigi nicht aktiv ist, kannst du mit nepomuk nur nach Dateien suchen, für welche durch anderer Mechanismen metadaten in nepumuk eingetragen worden sind. Z.b. über das Erstellen und Verändern von Tags über dolphin.
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