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Erdie
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PostPosted: Wed Feb 05, 2014 1:27 pm    Post subject: Wechsel von stable auf unstable Reply with quote

Aufgrund von scheinbar unlösbaren Sound Problemen auf meinem Lenvov T60 (x86) möchte ich das gesamte System auf ~x86 migrieren und hoffen, dass sich mein Fehler dadurch von selbst löst.

Hintergrund:
Das Gerät ist seit unbestimmter Zeit nicht mehr brauchbar. Es dient ausschließlich dem Zweck des Audio Recordings mit einer RME HDSP Soundkarte. Obwohl ich inzwischen einen Reatime Kernel habe, kommt es unweigerlich zu Verzerrungen und Knackgeräuschen, sofern man die Maus bewegt und z. B: nur den Fokus von einem Fenster zum andern wechselt. Es werde dabei seitens der Soundarchitektur keinerlei Fehler (Dropouts, xruns) angezeigt. Der Datenstrom scheint ungestört zu sein. Dieses Verhalten hat sich unbemerkt vermutlich mit einem World Update eingeschlichen. Da ich nur zwischenzeitlich aufnehme, habe ich es erst später entdeckt, so dass ich die Ursache nicht mehr zurückverfolgen kann. Ich habe schon sämtliche xorg und Grafiktreiber Bestandteile up- und downgegraded - ohne Erfolg. Das System wurde mehrmals komplett mit verschiedenen gcc Versionen neu kompiliert. Ein Hardwaredefekt ist ausgschlossen, weil ich 2 identsiche Gentoo basierte Geräte habe und beide haben das Problem zur gleichen Zeit "bekommen".
Falls noch jemand einen Lösungsversuch hat, immer willkommen.

Ansonsten möchte ich auf ~x86 gehen und schauen, was passiert. Wenn das nicht hilft, muß ich sowas wie Ubuntustudio versuchen zu installieren, was ich äußerst ungern täte. Aber ich brauche ein lauffähiges System. Im Moment kann ich keine Recording Aufträge mehr annehmen und ich stehe somit komplett auf dem Schlauch.

Reicht es die make.conf zu modifizieren und ein world update zu machen oder braucht es dafür noch mehr?
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Randy Andy
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PostPosted: Wed Feb 05, 2014 2:10 pm    Post subject: Reply with quote

Hi Erdie.

Ja das reicht. Brauchst also im günstigsten Fall nur eine Tilde hinzufügen, falls sich dieser Eintrag schon in deiner make.conf befindet:

ACCEPT_KEYWORDS="~x86"

und dann wie gewohnt dein world update anstoßen.
Empfehlenswert ist sicher zuerst nach dem sync dein Portage upzudaten, dein Profil zu kontrollieren ggf. aktualisieren und dann geht's los.

Ob deine Probleme damit aber weniger werden bleibt abzuwarten, trotzdem wünsche ich, Happy Compiling.
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Erdie
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PostPosted: Wed Feb 05, 2014 3:15 pm    Post subject: Reply with quote

Randy Andy wrote:

Ob deine Probleme damit aber weniger werden bleibt abzuwarten, trotzdem wünsche ich, Happy Compiling.


Schlimmer kann es nicht mehr werden :wink:

Momentan bin ich bei 473 von 790. Ich kompiliere gerade alles nochmal mit dem neuen gcc. Morgen läuft dann der Test.
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Erdie
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 10:04 am    Post subject: Reply with quote

Jetzt ist es fertig und der Desktop kommt nicht mehr hoch. Ursache: consolekit crashed.
Ich suche momentan nach dem root cause ..
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cryptosteve
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 10:27 am    Post subject: Reply with quote

Das ist aber ärgerlich. Habe ich so auch noch nicht gesehen. Bei mir kam der Desktop eher nicht hoch, weil consolekit nicht gestartet war. :)

Findest Du irgendwelche Hinweise in irgendwelchen Logfiles?

Falls alle Stricke reißen, wäre es vielleicht ein geeigneter Moment, um auf systemd umzustellen. Das braucht kein consolekit mehr. Ich habe die Umstellung gerade hinter mir. Und obwohl es sich für mich anfänglich als etwas steinig erwiesen hat, läuft es jetzt total zufriedenstellend.

Aber vielleicht findet Du den Absturzgrund für/von consolekit ja auch.
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Erdie
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 10:55 am    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Das ist aber ärgerlich. Habe ich so auch noch nicht gesehen. Bei mir kam der Desktop eher nicht hoch, weil consolekit nicht gestartet war. :)


Ist das nicht das gleiche? Consolekit ist nicht gestartet weil er beim start crasht. Dannach ist er dann nicht gestartet.

Wo kann man denn nach der Ursache suchen. Kann das an der "alten" Konfiguration liegen?

Wie kommt das denn, dass ich den Desktop mit "startx" starten kann? Wir consolekit dann nicht benötigt?
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 10:59 am    Post subject: Re: Wechsel von stable auf unstable Reply with quote

Erdie wrote:
Verzerrungen und Knackgeräuschen, sofern man die Maus bewegt und z. B: nur den Fokus von einem Fenster zum andern wechselt.

Das kann induzierte Spannung sein. Da kannst Du vermutlich wenig gegen machen, außer versuchen, die Karte besser zu isolieren (hat bei mir bei ähnlichen Problemen aber auch nie geholfen).
Die Software kann so etwas indirekt auslösen, indem irgendwelche Update-Frequenzen geändert wurden, die nun zufälligerweise im hörbaren Bereich liegen.
Als Kandidate würde ich da ausschließlich den Kernel vermuten: Probier mal, ob ein (deutliches) Downgraden des Kernels hilft.
Es ist unwahrscheinlich, dass das Problem mit einem neueren Kernel so schnell wieder verschwinden wird, da das Verhalten vermutlich kein Bug der Software im eigentlichen Sinne ist, sondern nur eine unerwünschte Nebenwirkung bei "fehlerhafter" (nicht genügend isolierter) Hardware.
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Erdie
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 11:04 am    Post subject: Re: Wechsel von stable auf unstable Reply with quote

mv wrote:
Erdie wrote:
Verzerrungen und Knackgeräuschen, sofern man die Maus bewegt und z. B: nur den Fokus von einem Fenster zum andern wechselt.

Das kann induzierte Spannung sein. Da kannst Du vermutlich wenig gegen machen.
Die Software kann so etwas indirekt auslösen, indem irgendwelche Update-Frequenzen geändert wurden, die nun zufälligerweise im hörbaren Bereich liegen.
Als Kandidate würde ich da ausschließlich den Kernel vermuten: Probier mal, ob ein (deutliches) Downgraden des Kernels hilft.
Es ist unwahrscheinlich, dass das Problem mit einem neueren Kernel so schnell wieder verschwinden wird, da das Verhalten vermutlich kein Bug der Software im eigentlichen Sinne ist, sondern nur eine Nebenwirkung von "fehlerhafter" (nicht genügend isolierter) Hardware.


Das kann leider nicht sein, weil das Notebook ca. 3-4 Jahre perfekt funktioniert hat, mit exakt derselben Hardware. Ausserdem sind die Thinkpads dafür bekannt, für den Zweck sehr gut geeignet zu sein. Die Soundkarte kostet das mehrfache des Notebooks und wird über den PCMCIA Slot an den PCI Bus verbunden. Alle analogen Komponenten sind 2 Meter vom Rechner entfernt. Der Fehler hat sich hinterhältig über ein Update eingeschlichen.
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 11:05 am    Post subject: Reply with quote

Erdie wrote:
Wie kommt das denn, dass ich den Desktop mit "startx" starten kann? Wir consolekit dann nicht benötigt?

Kommt auf Deinen Windowsmanager an. Mit einem "schlanken" Windowsmanager [wie fvwm-crystal, falls Du es nicht es nicht ganz so schlank willst] brauchst Du consolekit (oder das systemd-Äquivalent) nicht. Wenn Du slim mit entsprechenden USE-flags kompilierst, brauchst Du consolekit auch im Desktopmanager nicht.
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 11:08 am    Post subject: Re: Wechsel von stable auf unstable Reply with quote

Erdie wrote:
Das kann leider nicht sein, weil das Notebook ca. 3-4 Jahre perfekt funktioniert hat, mit exakt derselben Hardware.

Wie gesagt: Irgendeine Frequenz kann jetzt im hörbaren Bereich sein, die vorher zu langsam oder zu schnell dafür war.
Quote:
Alle analogen Komponenten sind 2 Meter vom Rechner entfernt.

Wenn Stromschwankungen auf dem Bus stattfinden, ist die Entfernung egal.
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Erdie
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 11:15 am    Post subject: Reply with quote

mv wrote:
Erdie wrote:
Wie kommt das denn, dass ich den Desktop mit "startx" starten kann? Wir consolekit dann nicht benötigt?

Kommt auf Deinen Windowsmanager an. Mit einem "schlanken" Windowsmanager [wie fvwm-crystal, falls Du es nicht es nicht ganz so schlank willst] brauchst Du consolekit (oder das systemd-Äquivalent) nicht. Wenn Du slim mit entsprechenden USE-flags kompilierst, brauchst Du consolekit auch im Desktopmanager nicht.


ich habe xfce mit slim. Dann kann ich das ja machen ;)
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Randy Andy
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 3:53 pm    Post subject: Reply with quote

Erdie,

sollten tatsächlich irgendwelche Frequenzeinstellungen des kernels dafür verantwortlich sein können, dann würde ich mal hiermit beginnend experimentieren und verschiedenen der angebotenen Frequenzen ausprobieren.

Deine aktuelle Einstellung kannst Du auf die schnelle ja z.B. mit
Code:

zgrep CONFIG_HZ /proc/config.gz

auslesen.

Quote:

CONFIG_HZ_300: │ │
│ │ │ │
│ │ 300 Hz is a good compromise choice allowing server performance │ │
│ │ while also showing good interactive responsiveness even │ │
│ │ on SMP and NUMA systems and exactly dividing by both PAL and │ │
│ │ NTSC frame rates for video and multimedia work. │ │
│ │ │ │
│ │ │ │
│ │ Symbol: HZ_300 [=n] │ │
│ │ Type : boolean │ │
│ │ Prompt: 300 HZ │ │
│ │ Location: │ │
│ │ -> Processor type and features │ │
│ │ -> Timer frequency (<choice> [=y])


Zu dem leidigen Consolekit Problem:
Äußert sich das so, dann bin auch davon betroffen und du findest hier vielleicht Rat: https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-982964-highlight-.html
Mir hat's leider noch nicht geholfen und womöglich mach ich bald meinen eigenen Thread auf.

@Cryptosteve
systemd als Lösung zu empfehlen finde ich ehrlich gesagt etwas heikel, nicht zuletzt wegen der politischen Brisanz diese Themas.
Und da viele ja gerade mit der Art und Weise wie die LP-Software in den "Markt" gedrückt wird, unzufrieden sind, frage auch ich mich in meiner Paranoia, ob das mit den frisch aufgekommenen Consolekit Problemen der neueste Schachzug ist, die Leute zum Wechsel auf systemd zu bewegen, also nach dem Motto: Ein Schelm wer dabei böses denkt.
Und die Strategie scheint ja bereits aufzugehen. In dem oben verlinkten Thread zu dem Consolekit Problem empfiehlt es auch schon Jemand als Lösung und jetzt auch noch Du hier. :cry:
Lasst uns doch lieber mal, wie unter Gentoo eigentlich üblich, nach der wahren Ursache fahnden, um diese dann abzustellen. Alles andere bedeutet doch letztlich, den Weg des geringsten Widerstandes gehen, was nach meinem Dafürhalten nicht dem Gentoo-Way entspricht und daher nicht die Lösung sein sollte. :wink:

Davon Abgesehen darf natürlich gern Jeder das init-System verwenden das er möchte und ich will jetzt auch nicht näher auf weitere Details zu meiner Einstellung dazu eingehen.
Es gibt ja bereits genug rant Threads zu dem Thema, weshalb ich das nicht unbedingt weiter aufbauschen möchte.

Besten Gruß, Andy.
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cryptosteve
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 6:25 pm    Post subject: Reply with quote

Randy Andy wrote:
systemd als Lösung zu empfehlen finde ich ehrlich gesagt etwas heikel, nicht zuletzt wegen der politischen Brisanz diese Themas.

Bevor wir das Thema systemd hier krepieren lassen, möchte ich zu meiner Verteidigung nochmal anmerken, dass ich "systemd" als letzten Ausweg gesehen habe, falls alle anderen Lösungen versagen. :) Ich empfehle es also nicht, sondern ziehe es nur als Notnagel zu einem überhaupt funktionsfähigen System in Betracht.

Was die Funktion selbst angeht, befinde ich mich selbst noch in der Testphase. :)

Aber zurück zum Thema und meiner Frage, ob denn die Logfiles irgendwas zum consolekit-crash hergeben?!
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Erdie
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 7:51 pm    Post subject: Reply with quote

Der Upgrade auf ~x86 hat überhaupt nichts gebracht, ich habe auch verschiedene Kernel ausprobiert. Jetzt möchte wieder auf stable zurück und habe das Problem, dass eine glibc downgrade anscheinend nicht erlaubt ist. Wie bekomme ich wieder meine alte glibc wieder zurück bzw. wie schaffe ich es, weider auf x86 zu kommen?
systemd ist für mich keine Option.
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Christian99
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 8:55 pm    Post subject: Reply with quote

Bemüh mal die Forumssuche, da gibts irgendwo eine Anleitung zum glbc downgrade. du könntest aber auch einfach die glibc auf der neuen version lassen und nur den rest downgraden, wäre wahrscheinlich einfacher.
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Randy Andy
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 9:07 pm    Post subject: Reply with quote

Ein alter Bookmark den ich mal dazu hatte ist leider tot, fand dafür aber das:

https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-845000.html

http://gentoo-en.vfose.ru/wiki/Downgrade_Glibc
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bell
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 9:17 pm    Post subject: Reply with quote

Hattest Du vor der Aktion ein Backup gemacht? Dann solltest Du dieses jetzt einspielen. Ein Downgrade ist nicht so einfach und könnte neue Probleme verursachen, wenn zB. aktualisierte Konfigurationsdateien neuer Versionen mit alten Programm-Versionen laufen sollen.

Die übliche Vorgehensweise zum Wechsel von ~ auf Stable ist in der make.conf auf Stable zu stellen und alle installierten Testing-Pakete in die package.keywords mit Version einzutragen. Dann warten bis diese Versionen von Stable eingeholt werden.
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franzf
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PostPosted: Sat Feb 08, 2014 9:40 pm    Post subject: Re: Wechsel von stable auf unstable Reply with quote

mv wrote:
Erdie wrote:
Das kann leider nicht sein, weil das Notebook ca. 3-4 Jahre perfekt funktioniert hat, mit exakt derselben Hardware.

Wie gesagt: Irgendeine Frequenz kann jetzt im hörbaren Bereich sein, die vorher zu langsam oder zu schnell dafür war.

Dazu folgende Idee:
Wenn ich mich an meine Physikzeit richtig erinnere, hängt die Eigenfrequenz u.A. von der Masse ab. Diese kann sich womöglich verändert haben, indem sich hartnäckig Staub/Dreck festgesetzt hat - z.B. zwischen irgenwelche Lamellen eines Külkörpers. Hast du den Laptop schonmal aufgemacht und ordentlich ausgeputzt? (wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass so etwas bei mehreren Rechnern gleichzeitig auftritt - außer du hast irgendwelche abartigen Staubmilben, die durch diese speziellen Frequenzen beim Balztrieb stimuliert werden, und sich die Geräte "zurechtbiegen"... Dann brauchst du eher einen Exorzisten :P)
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Erdie
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 7:43 am    Post subject: Reply with quote

Nein, die Verzerrungen sind definitiv digital und sie nehmen zu wenn Objekte auf dem Desktop verschoben werden. Das habe ich mal simuliert und dabei etwas mit einem Studiomikrofon aus dem Lautsprecher aufgenommen. Das hört sich dann so an:

http://www.erdie.de/test.mp3

Mit dem gleichen Rechner und dem gleichen Mikrofon (nur etwa 10 mehr davon) klingt das dann so, zu der Zeit, als der Bug noch nicht da war:

http://www.erdie.de/orchesterbeispiel1.mp3

Mein jetzt immernoch jemand, das hätte mit Staub oder ähnlichem zu tun?

Grüße
Erdie
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cryptosteve
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 7:47 am    Post subject: Reply with quote

Ich habe jetzt so gar keine Ahnung von Audio, aber wäre es nicht möglich, mal eben fix mit einer LiveCD zu testen, ob das unter anderen Distributionen / anderen Softwareversionen nicht auftritt? Vielleicht lässt sich das Problem auf eine Software-/Treiberversion eingrenzen?
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Erdie
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 8:41 am    Post subject: Reply with quote

cryptosteve wrote:
Ich habe jetzt so gar keine Ahnung von Audio, aber wäre es nicht möglich, mal eben fix mit einer LiveCD zu testen, ob das unter anderen Distributionen / anderen Softwareversionen nicht auftritt? Vielleicht lässt sich das Problem auf eine Software-/Treiberversion eingrenzen?


Das wäre eine Möglichkeit, allerdings aufwendig. Ich müßte der LiveCD die Treiber für das hdsp Interface und die Realtime
Fähigkeit beibringen. Out of the box funktioniert es nicht. Ich hatte das, glaube ich, vor einiger Zeit mal probiert. Einfacher wäre es den Rechner komplette plattzumachen und sowas wie Ubuntustudio zu installieren. Ich könnte dann ein Backup des Zweitrechners einspielen um wieder auf Gentoo zu kommen.

Der 2. Rechner ist da, falls der 1. mal ausfällt. Wenn ich update, prüfe ich erst, ob alles funktioniert. Dannach mach ich das Update auf dem Backuprechner. Leider habe ich dieses Problem nicht sofort erkannt, weil es unter bestimmten Umständen beim Aufnehme nur wenig und im Normalbetrieb gar nicht auffällt. Deshalb habe ich beide Rechner upgedated und die Misere war komplett.

Eine Möglichkeit wäre alle Pakete anzufassen, die irgendetwas mit xorg und Grafik zu tun haben. Vielleicht kann mir mal jemand eine Liste nennen. Versucht habe ich es bisher mit xorg, xorg-ati-driver.
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 9:06 am    Post subject: Reply with quote

Es wäre auch noch denkbar, dass sich irgendwelche IRQ-Locking/Scheduling-Mechanismen verändert haben, die nun für Sekundenbruchteile die Soundkarte blockieren könnten.

Ich würde mich bei der Suche nach dem Sound-Problem i.W. auf den Kernel konzentrieren (zu dem Du ja, soweit ich das richtig verstanden habe, Patches eingespielt hast). Es kann sein dass ein (deutlicher) Downgrade des Kernels das Soundproblem löst - was natürlich nicht bedeutet, dass Du Dir damit nicht neue Probleme einhandeln kannst, aber zur Analyse des Problems solltest Du das versuchen.

glibc zu downgraden ist nicht möglich, denn Du müsstest danach alle Pakete neu kompilieren, die Du mit der neuen Version kompiliert hast, damit sie wieder gehen, was bei Basispaketen zum Henne-und-Ei-Problem führen kann. Ich würde einfach das ACCEPT_KEYWORDS="~..." entfernen und dann ein directory /etc/portage/package.accept_keywords anlegen, das Du mit
Code:
equery list --installed | sed -e 's/^/~/' -e 's/-r[0-9][0-9]*$//' >/etc/portage/package.accept_keywords/experiment
mit allen derzeitigen Paketen füllst. Danach (und regelmäßig nach world updates) schaust Du einfach mit eix-test-obsolete nach, welche Einträge davon redundant sind und entfernst diese, bis die Liste (vermutlich in mehreren Monaten) leer ist. So vermeidest Du Neukompilierung ganz.
(Der Nachteil ist, dass Du dann ein gemischtes System fährst und daher u.U. auf einige Bugs stoßen kannst.)
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 12:47 pm    Post subject: Reply with quote

Erdie,

das sind ja recht anspruchsvolle Aufnahmen die Du da machst - Respekt.

Da Du das Probleme sowohl mit stable als auch mit testing hast, ist es doch eigentlich einerlei womit Du weiter machst, denn der Fehler wird wohl eher mit Settings oder so neuen Paketen zu tun haben, die das Problem offensichtlich in beiden Varianten tragen.

Also lass uns doch mal konkreter nach der Ursache suchen, da Du offensichtlich kein altes Backup hast auf das du zurück gehen könntest, um es auszumerzen.

Poste doch mal bitte deine emerge --info und lade deine kernel.conf irgendwohin hoch.
Vielleicht können wir dann etwas konkretere Vorschläge unterbreiten...

Gruß, Andy.
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 2:30 pm    Post subject: Reply with quote

Also jetzt habe ich mir doch mal die aktuellst Ubuntustudio DVD runtergeladen und gebootet. Und siehe da, nachdem ich die Firmware der Soundkarte selbst gebaut habe (warum ist sowas bei Gentoo in Portage und eine auf Audio spezialisierte DAU distri erwartet, dass man das selbst baut - muß man das verstehen??)
Tja, es funktioniert soweit ich erkennen kann einwandfrei. Es fällt mir schwer als treuer Gentoo Anhänger jetzt auf sowas zu wechseln. Aber ich weiß jetzt, dass es die Software ist (Wie ich vermutet habe)

Der Versuch auf stable zurück zugehen ist, wie von Euch vorhergesagt, schiefgegangen. Der Desktop ist schrott, kein Panel mehr und einige Pakete kompilieren nicht mehr. vorher hatte ich noch eine emerge -e world gemacht und es lief alles durch.
Ein Backup kann ich von dem 2. Rechner ziehen, der ist auf einem etwas älteren Gentoo - Stand. Versuchen könnte man es schon noch aber ich bin nach wochenlanger Suche, ehrlich gesagt, etwas müde geworden und meine Zeit ist knapp. Ich werde jetzt erstmal darüber schlafen und dann entscheiden. Auf der anderen Seite kann ich ja die Gentoo Experimente auf dem 2. Rechner fahren und dann quasi Rechner 1 Ubuntustudio und Rechner 2 auf Gentoo. Mein Deskop ist eh Gentoo und da läuft das Audio Zeugs perfekt drauf. Mein Workflow ist immer: Ich nehm mit dem Laptop auf, kopiere auf den Desktop und mixe dort weiter. Aber ich will euch nicht vollquasseln ;)

@mv, ich habe nicht selbst gepatched sondern sys-kernel/rt-sources installiert. Vorher ging es allerdings einwandfrei mit den gentoo-sources, also ohne Realtime Patches. Das war nur ein Versuch. Ältere Kernelstände sind leider nicht mehr in Portage und 3.0.irgendetwas hatte schon probiert. Da ich schon sehr viele Kernel Versionen probiert hatte, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklch am Kernel liegt, obwohl das i. d.R. wahrscheinlich ist.


Grüße
Erdie
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PostPosted: Sun Feb 09, 2014 4:12 pm    Post subject: Reply with quote

Es wäre ja jetzt relativ einfach, mal die Ubuntu Kernel Konfiguration zu extrahieren und Dir den Gleichen unter Gentoo zu bauen, um mal auf die schnelle zu testen ob damit schon alles gefixt ist.
Alternativ könnest Du auch den kernel nebst zugehörigem modul-Verzeichnis auf den Gentoo kopieren. Ich würde aber erstere Variante bevorzugen.

Gruß, Andy.
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