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Erdie
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Joined: 20 May 2004
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PostPosted: Mon Feb 10, 2014 8:18 am    Post subject: Reply with quote

Randy Andy wrote:
Es wäre ja jetzt relativ einfach, mal die Ubuntu Kernel Konfiguration zu extrahieren und Dir den Gleichen unter Gentoo zu bauen, um mal auf die schnelle zu testen ob damit schon alles gefixt ist.
Alternativ könnest Du auch den kernel nebst zugehörigem modul-Verzeichnis auf den Gentoo kopieren. Ich würde aber erstere Variante bevorzugen.

Gruß, Andy.


Ich habe mich erstmal entschlossen, zumindest Laptop1 auf Ubuntustudio laufen zu lassen weil es problemlos funktioniert. Ich werde das Gerät auch nicht updaten oder patchen. Das ist kein Arbeitsrechner, der ständig im Netz hängt, was soll ich den kaputtpatchen wenn er jetzt genau tut, was ich brauche.

Aber Laptop2 werde ich auf Gentoo belassen und versuchen, das Problem zu lösen. Dazu meine Frage: Das sind doch alles Genkernel, wie soll ich da erkennen, was relevant ist? Den Kernel kopieren ist keine schlechte Idee, da dieser Optimierungen enthält, als nicht standard ist. Das wird schwer nachzubauen sein.
_________________
Desktop AMD FX-4300 12GB RAM, Asus GF GTX 650. Sound RME Multiface + PCI + Cardbus, 2x RME Quadmic, 1x Behringer ADA8000 + ganz viele Modellflugzeuge, ein Tandem, Rennrad und DFXL ;)
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AmonAmarth
l33t
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Joined: 03 Mar 2005
Posts: 727

PostPosted: Tue Feb 11, 2014 8:51 pm    Post subject: Reply with quote

Erdie wrote:
Nein, die Verzerrungen sind definitiv digital und sie nehmen zu wenn Objekte auf dem Desktop verschoben werden. Das habe ich mal simuliert und dabei etwas mit einem Studiomikrofon aus dem Lautsprecher aufgenommen. Das hört sich dann so an:

http://www.erdie.de/test.mp3

Mit dem gleichen Rechner und dem gleichen Mikrofon (nur etwa 10 mehr davon) klingt das dann so, zu der Zeit, als der Bug noch nicht da war:

http://www.erdie.de/orchesterbeispiel1.mp3

Mein jetzt immernoch jemand, das hätte mit Staub oder ähnlichem zu tun?

Grüße
Erdie


Akkustisch hat mich deine Queen-Aufnahme schwer an eine Macke von dem VLC Phonon backend erinnert. Ich weiß nicht genauz wieso, aber immer wenn ich dieses anstatt GStreamer aktiviere hören sich meine MP3s genauso an. Ich habe den Thread nur überflogen, deswegen ist die Frage vielleicht redundant: ALSA/OSS? Audioserver a la Pulseaudio/JACK? Phonon?
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Randy Andy
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Joined: 19 Jun 2007
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PostPosted: Wed Feb 12, 2014 2:49 pm    Post subject: Reply with quote

Erdie wrote:
Dazu meine Frage: Das sind doch alles Genkernel, wie soll ich da erkennen, was relevant ist? Den Kernel kopieren ist keine schlechte Idee, da dieser Optimierungen enthält, als nicht standard ist. Das wird schwer nachzubauen sein.


Solltest Du den kernel kopieren wollen, dann auch an das zugehörige /lib/modules/KernelversionsNr. Verzeichnis denken und auf eventuell separat eingebundene Firmware achten.

Außerdem kannst Du doch entweder aus dem laufenden kernel dessen Konfiguration extrahieren, sofern er dafür per Konfiguration via
<*> Kernel .config support.
[ ] Enable access to .config through /proc/config.gz
freigegeben wurde.

Dann eben per dazu passender Dkompressionsmethode die config an deinen gewünschten Ort kopieren und schon kannst Du sie an genkernel übergeben um Dir den gleichen kernel unter Gentoo erstellen zu lassen.
Bei zip Kompression also z.B. mittels:
Code:
zcat /proc/config.gz > /usr/src/linux/.config
bzw. auf den andern PC kopieren.


Wenn der funktionierende (ubuntu) kernel nicht läuft aber irgendwo rumliegt, aber nicht läuft, dann kannst Du dessen Konfiguration auch mit dem
extract-ikconfig script extrahieren, z.B. so:
Code:
usr/src/linux/scripts/extract-ikconfig /boot/Dein Ubuntu-kernel > /usr/src/linux/.config

und analog zu oben verfahren.

Wenn Du dagegen deinen laufenden, funktionierenden kernel auf die relevanden Bestandteile eindampfen möchtest, dann geht das mit dem make target: localmodconfig.
Als Ausgangsbasis dient die Konfigurationsdatei des gerade laufenden Kernels; jedoch werden alle Module deaktiviert, die zu diesem Zeitpunkt nicht geladen sind.
Daher fehlen möglicherweise Treiber für Geräte, die beim Aufruf von Make nicht angeschlossen sind – etwa USB-Hardware.

Ergo: Mit Generischem Kernel der alles unterstützt starten, sämtliche beabsichtigten Module zur temporären Hardwareunterstützung laden bzw. Hardware verbinden damit diese geladen werden. Eventuell vorher zu ladende Firmware berücksichtigen, damit diese Hardware überhaupt gefunden wird!
Kernel-Make Zeile den Parameter localmodconfig übergeben.

Bei Nicht-Verwendung einer Initrd, oder darin fehlender Unterstützung, anschließend noch den Status von Modulen in Yes ändern, die zum booten benötigt werden, wie z.B. Dateisystemunterstützung zum Zugriff auf die root-Partition, von wo aus dann erst weitere Module nachgeladen werden können;-)

Viel Erfolg dabei.
Hoffe die Syntax passt in etwa, da alles aus'm Kopft getippt. :wink:

Gruß, Andy.
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Erdie
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Joined: 20 May 2004
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Location: Heidelberg - Germany

PostPosted: Wed Feb 12, 2014 4:23 pm    Post subject: Reply with quote

AmonAmarth wrote:
Erdie wrote:
Nein, die Verzerrungen sind definitiv digital und sie nehmen zu wenn Objekte auf dem Desktop verschoben werden. Das habe ich mal simuliert und dabei etwas mit einem Studiomikrofon aus dem Lautsprecher aufgenommen. Das hört sich dann so an:

http://www.erdie.de/test.mp3

Mit dem gleichen Rechner und dem gleichen Mikrofon (nur etwa 10 mehr davon) klingt das dann so, zu der Zeit, als der Bug noch nicht da war:

http://www.erdie.de/orchesterbeispiel1.mp3

Mein jetzt immernoch jemand, das hätte mit Staub oder ähnlichem zu tun?

Grüße
Erdie


Akkustisch hat mich deine Queen-Aufnahme schwer an eine Macke von dem VLC Phonon backend erinnert. Ich weiß nicht genauz wieso, aber immer wenn ich dieses anstatt GStreamer aktiviere hören sich meine MP3s genauso an. Ich habe den Thread nur überflogen, deswegen ist die Frage vielleicht redundant: ALSA/OSS? Audioserver a la Pulseaudio/JACK? Phonon?


jack-audio-connection-kit im Realtime Modus. Keine "Xruns". Das Knistern entsteht, wenn ich mit der Maus das Ardour Mixerfenster hin und herschiebe.
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Erdie
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Joined: 20 May 2004
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Location: Heidelberg - Germany

PostPosted: Wed Feb 12, 2014 4:30 pm    Post subject: Reply with quote

Randy Andy wrote:
Erdie wrote:
Dazu meine Frage: Das sind doch alles Genkernel, wie soll ich da erkennen, was relevant ist? Den Kernel kopieren ist keine schlechte Idee, da dieser Optimierungen enthält, als nicht standard ist. Das wird schwer nachzubauen sein.


Solltest Du den kernel kopieren wollen, dann auch an das zugehörige /lib/modules/KernelversionsNr. Verzeichnis denken und auf eventuell separat eingebundene Firmware achten.

Außerdem kannst Du doch entweder aus dem laufenden kernel dessen Konfiguration extrahieren, sofern er dafür per Konfiguration via
<*> Kernel .config support.
[ ] Enable access to .config through /proc/config.gz
freigegeben wurde.

Dann eben per dazu passender Dkompressionsmethode die config an deinen gewünschten Ort kopieren und schon kannst Du sie an genkernel übergeben um Dir den gleichen kernel unter Gentoo erstellen zu lassen.
Bei zip Kompression also z.B. mittels:
Code:
zcat /proc/config.gz > /usr/src/linux/.config
bzw. auf den andern PC kopieren.


Wenn der funktionierende (ubuntu) kernel nicht läuft aber irgendwo rumliegt, aber nicht läuft, dann kannst Du dessen Konfiguration auch mit dem
extract-ikconfig script extrahieren, z.B. so:
Code:
usr/src/linux/scripts/extract-ikconfig /boot/Dein Ubuntu-kernel > /usr/src/linux/.config

und analog zu oben verfahren.

Wenn Du dagegen deinen laufenden, funktionierenden kernel auf die relevanden Bestandteile eindampfen möchtest, dann geht das mit dem make target: localmodconfig.
Als Ausgangsbasis dient die Konfigurationsdatei des gerade laufenden Kernels; jedoch werden alle Module deaktiviert, die zu diesem Zeitpunkt nicht geladen sind.
Daher fehlen möglicherweise Treiber für Geräte, die beim Aufruf von Make nicht angeschlossen sind – etwa USB-Hardware.

Ergo: Mit Generischem Kernel der alles unterstützt starten, sämtliche beabsichtigten Module zur temporären Hardwareunterstützung laden bzw. Hardware verbinden damit diese geladen werden. Eventuell vorher zu ladende Firmware berücksichtigen, damit diese Hardware überhaupt gefunden wird!
Kernel-Make Zeile den Parameter localmodconfig übergeben.

Bei Nicht-Verwendung einer Initrd, oder darin fehlender Unterstützung, anschließend noch den Status von Modulen in Yes ändern, die zum booten benötigt werden, wie z.B. Dateisystemunterstützung zum Zugriff auf die root-Partition, von wo aus dann erst weitere Module nachgeladen werden können;-)

Viel Erfolg dabei.
Hoffe die Syntax passt in etwa, da alles aus'm Kopft getippt. :wink:

Gruß, Andy.


Hi Andy,

vielen Dank, das ist eine super Beschreibung. Ubuntu bieten doch sicher auch die kernel sourcen an, die kann ich doch gleich komplett mit rüberziehen.

Trotzdalledem habe ich noch Zweifel, ob es wirklich nur der Kernel ist, weil ich schon so viele Kernel Varianten probiert habe. Wenn der Fehler beim Ubuntu Kernel noch auftritt, kann ich aber sicher sein, dass es nicht am Kernel liegt. Ich werde mich an das Projekt mache.

Wenn ich die .config des Ubuntu Rechners verwenden möchte, werde ich auch die Sourcen brauchen, weil es kein Standard Kernel ist.

Grüße
Martin
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Randy Andy
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PostPosted: Wed Feb 12, 2014 5:22 pm    Post subject: Reply with quote

Erdie wrote:
Ubuntu bieten doch sicher auch die kernel sourcen an, die kann ich doch gleich komplett mit rüberziehen.

Trotzdalledem habe ich noch Zweifel, ob es wirklich nur der Kernel ist, weil ich schon so viele Kernel Varianten probiert habe. Wenn der Fehler beim Ubuntu Kernel noch auftritt, kann ich aber sicher sein, dass es nicht am Kernel liegt. Ich werde mich an das Projekt mache.

Wenn ich die .config des Ubuntu Rechners verwenden möchte, werde ich auch die Sourcen brauchen, weil es kein Standard Kernel ist.
Grüße Martin


Hi Martin,

auch ich habe meine Zweifel das es am kernel liegt, doch genau werden wir es erst nach dem Ausschlussverfahren wissen, doch habe ich mit so einer Vermutung schon einmal falsch gelegen. :wink:

Meines Wissens nach solltest Du Ubuntus kernel-sourcen nicht benötigen. Besonders dann nicht, wenn Du vorhast damit einen neuen kernel unter Gentoo zu backen könnte es wegen unangepasster Skripte Probleme geben.
Falls die proprietäre Firmware mitliefern, dann bekommst du vermutlich mit (je nach Kompresionsmethode) mit:
Code:
zgrep FIRMWARE /proc/config.gz
heraus, wo diese liegt und wie sie heißen.
Früher lagen diese in /lib/firmware aber neuerdings aber wohl im kernel source tree oder so... :?

Wir werden sehen...
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Josef.95
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Joined: 03 Sep 2007
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PostPosted: Wed Feb 12, 2014 6:53 pm    Post subject: Reply with quote

Na, ich denke für den Test ist es am einfachsten dein System kurz mit dem funktionierenden Kernel-Image, mitsamt /lib/modules/Verzeichnis und der initrd zu booten.
Mit einem nachträglich gebauten Kernel ist der Test ja nicht mehr wirklich aussagekräftig.
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Joined: 20 Apr 2005
Posts: 6281

PostPosted: Wed Feb 12, 2014 7:59 pm    Post subject: Reply with quote

Josef.95 wrote:
Na, ich denke für den Test ist es am einfachsten dein System kurz mit dem funktionierenden Kernel-Image, mitsamt /lib/modules/Verzeichnis und der initrd zu booten.
Mit einem nachträglich gebauten Kernel ist der Test ja nicht mehr wirklich aussagekräftig.

++
Wenn die initrd nicht extrem ungünstig gebaut ist, sollte der Ubuntu-Kernel auch auf Gentoo laufen: Zusätzliche Features "stören" ja nicht. Umgekehrt (Gentoo-Kernel unter Ubuntu benutzen) könnte es schwieriger werden.
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Erdie
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Joined: 20 May 2004
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PostPosted: Wed Feb 12, 2014 9:08 pm    Post subject: Reply with quote

Zur Info:
Wegen Urheberrechtstrallala habe die beiden Links mal ungültig gemacht. Wer sie noch hören möchte, kann sich bei mir melden.
Grüße
Erdie
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